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Die neuen Bahnen in den Nordpark
Schön und schnell: Die neuen Bahnen in den Nordpark Innsbruck
Stararchitektin Zaha Hadid schuf weitere Wahrzeichen der Stadt
Ausgezeichnet mit dem Travel & Leisure Award 2008

Nach Lunch und Einkaufsbummel in der Stadt zum Nachmittagskaffee ins Bergrestaurant. Das ist in Innsbruck Realität, möglich geworden durch eine Komplettrenovierung der Bahnen in den Nordpark Innsbruck, dem Ski-, Snowboard- und Wandermekka „vor der Haustüre“. In 20 Minuten vom Stadtzentrum hinauf auf 2.300 Höhenmeter – das versprechen die Innsbrucker Nordkettenbahnen, die für das ambitionierte Bauvorhaben verantwortlich sind.

Der neu eröffnete Abschnitt 1 lässt die Gäste mit zwei Pendelseilbahnen von der Hungerburg auf Seegrube und Hafelekar schweben. Damit haben Skifahrer, Snowboarder und Sonnenanbeter den schnellsten Anschluss ins winterliche Vergnügen mit Extremabfahrten für Profis, Tiefschneehängen für Naturliebhaber, Pipes und Backcountry für Snowboarder und Freerider sowie Sonnenterrassen für Genießer.

Besonders reizvoll: der Kontrast von modernster Technik und denkmalgeschützter Architektur. Die Berg- und Talstationen aus den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden entsprechend behutsam adaptiert. So speist man auf der Seegrube wahlweise im Selbstbedienungsbereich oder im Obergeschoß mit perfektem Service – den phantastischen Panoramablick auf Stadt und Berge ringsum gibt’s als Draufgabe.

Stefan Dauth - Station Löwenhaus
Stefan Dauth - Station Löwenhaus
Ein noch spektakuläreres Architekturwahrzeichen ist Abschnitt 2 des neuen Bahnprojekts: die Standseilbahn von Innsbrucks Altstadt auf die Hungerburg, fertig gestellt im November 2007. Stararchitektin Zaha Hadid, die bereits der Bergisel-Sprungschanze ihren Stempel aufdrückte, entwarf die Bahnstationen im Herzen von Innsbruck, auf der Hungerburg sowie beim Alpenzoo – kühne Formen und klare Funktionen im öffentlichen Raum. Die Gebäude scheinen zu schweben, sie heben sich mit ihren fließenden hellen Formen von den Bergen ringsum ab, schmiegen sich gleichzeitig an die Umgebung an. Einzigartig auch die Trassenführung, die über eine Schrägseilbrücke den Inn quert, teils in Tunneln erfolgt und teilweise über der Erde den Blick auf Stadt und Umgebung öffnet.

Zaha Hadid, die bislang einzige Frau, die 2004 die höchste Auszeichnung der Architektur, den Pritzkerpreis, verliehen bekam, sorgt derzeit übrigens in der Arabischen Welt für Aufsehen: Die „floating towers“, ein Geschäftszentrum in Dubai, gelten mit den drei Bürotürmen, die sich fließend zu einem einzigen Gebäude vereinen, bereits in der Bauphase als eines der spektakulärsten Architekturstatements in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Und auch das Opernhaus in Dubai, auf einer künstlichen Insel vorgesehen, soll die Handschrift der in London lebenden gebürtigen Irakerin tragen.

Nur wenige Schritte von Innsbrucks mittelalterlicher Altstadt entfernt, beim Congress Innsbruck, beginnt eine faszinierende Reise. 20 Minuten, in denen man Stadt und Fluss, Wald und Fels quert, um vom Stadtzentrum aus ins Herz der Alpen zu gelangen. Keine andere Stadt Europas hat diesen Kontrast von Stadt und Berg in derart kurzer Zeit, in solch spektakulärer Weise zu bieten. Damit wird Innsbruck seinem Ruf als europäische Wintersport-Hauptstadt einmal mehr gerecht.
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