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Vorhersage

Der Hochdruckeinfluss ist zu Ende und die intensive Tiefdrucktätigkeit über dem Nordatlantik greift auf Mitteleuropa über. Doch heisst Tiefdruckeinfluss nicht automatisch Schlechtwetter, gerade für uns im Einzugsgebiet der Alpen nicht, denn hier kann aufkommender Föhn Niederschlag verhindern. Er sorgt auch zeitweise für Auflockerungen.

Tendenz

Am Mittwoch ist die Föhnlage zu Ende! Die Temperaturen gehen in allen Höhen um 3 Grad zurück! Der Himmel ist meist Wolkenverhangen und zeitweise fällt Niederschlag.

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Mo - Fr 8:30 - 18:00 Uhr

Aldranser Huttler

Stolze Tradition. Vom „Bojazl“ bis zum „Spiegeltuxer“.

Von den Gästen bestaunt und von den Einheimischen mit gewissem Stolz betrachtet sind Sie ein Ereignis. Sie treiben auf den Straßen ihr Unwesen, kommen in den Ballsaal und führen ihre wunderschönen und sehr alten Masken vor. So manch einer fragt nach dem  Sinn hinter den einzelnen Figuren.

Die Figuren und ihre kunstvollen Kostüme

Es taucht die hässliche „Hex“ auf, die im Stakkato den Boden fegt. Sie ist die „Platzmacherin“ für die folgenden Figuren, die alle in einem mystischen Rhythmus stampfen. Der „Hex“ folgen zuerst die „Vorlaffer“. Mit weißen Hemden, grünen Hosenträgern, langen weißen Hosen mit bunten Flicken und Schellen sowie dem breiten Trachtengürtel, dem „Ranzen“, imponieren sie auch durch ihre ernsten Holzmasken unter dem Trachtenhut, der mit ovalem „Schein“, einem Mitra-artigen Aufputz aus Kunstblumen, Glasfederbüscheln, Spiegeln und Quasten, geschmückt ist. Die Spiegel gelten der Legende nach als Abwehrzauber gegen böse Dämonen, die sich darin erkennen und vor ihrem eigenen Bild erschrecken sollen.

Nach den „Vorlaffern“ folgen die „Schiangianer“: In traditioneller Trachtenkleidung, Lederhose, weißem Hemd, mit Hosenträgern und Ranzen verdienen sie ihren Namen vor allem durch die jugendlichen Masken mit zierlichem Aufputz auf dem Trachtenhut, der ihnen ein fast weibliches Wesen verleiht.

Farbenprächtig und stark sind die „Zaggler“ im blauen Anzug, mit kleinen Wollquasten und Glöckchen geschmückt und mit grimmigen, bärtigen Larven und dem charakteristischen Hut mit riesiger Krempe, der über einem Kopftuch getragen wird. Die Krempe ist mit einem Spiegel geschmückt, um den herum sich Strohblumen und Glasfederbüschel gruppieren. Zudem ist sie aufs Prächtigste eingefasst mit schwarzen und hellen Flaumfedern. Auf der anderen Hutseite sind Felle und präparierte Tiere drapiert.

Auch die „Zottler“ tragen ähnlich opulente Hüte. Ihr Federschmuck hingegen besteht aus seltenen Pfauenfedern und ihr Anzug ist mit Leinen- oder Wollfransen bedeckt.

Die nun erscheinenden „Klötzler“ erkennt man an ihrer klangvollen Kleidung: Sie ist wie ein Schindeldach mit kleinen Holzklötzchen überlagert, die ihr Kommen schon von Weitem hörbar machen.

Zweifellos die auffallendste Maske trägt der „Altar- oder Spiegeltuxer“. Sein mächtiger ovaler Schein ist neben dem üblichen Strohblumenschmuck und den Spiegeln obendrein mit einer kleinen geschnitzten Kirche geschmückt. Weiße und schwarze Hahnenfedern umgeben ihn wippend. Dieser bewundernswerte Kopfputz wiegt mehrere Kilogramm. Die Ausführung des vorgeschriebenen Zeremoniells ist damit eine besondere Herausforderung und Ehre für den Träger.

Die Bedeutung der Aldranser Huttler

Die Musik des Ziehorgelspielers begleitet den bunten Zug. Die Figuren drehen sich zum hämmernden Rhythmus, stellen ihre Einzigartigkeit zur Schau und ziehen jeden Besucher fasziniert in ihren Bann. Man spürt, dass Besonderes passiert, wenn das Ritual nach überliefertem Ablauf beginnt: Das Stampfen und Schreiten, das bedachtsame Kreisen, das überraschende Springen und In-die-Knie-Gehen, begleitet manchmal von einem dumpfen Schrei, lässt das Naturhafte aufleben. Die „Zaggler“ und „Zottler“ repräsentieren die wilden Winter- und Herbstdämonen, während die „Vorlaffer“ und „Schiangianer“ die weiblichen Kräfte des Frühlings und Sommers darstellen. Schon die Kelten feierten diese rituelle Winteraustreibung in der Vorfrühlingszeit, um die fruchtbaren Energien der Natur zu wecken. 

Die Aldranser Brauchtumsgruppe

Im Jahr 1977 gegründet, bereichert die Aldranser Brauchtumsgruppe jeden Ball mit ihrem Engagement. Besonders empfehlenswert ist dabei auch das „Mullerschaug’n“, das am letzten Freitag im Fasching  im Gemeindezentrum Aldrans viele Gruppen aus der Region zum gemeinsamen Kultur-Feiern und -Auflebenlassen zusammenführt. Das lebendige Vereinsleben zeigt einmal mehr die starke Dorfgemeinschaft und den Reichtum an Kultur und Werten in den südlichen Feriendörfern.



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