Kraftplätze in Innsbruck

Als Erholung, Regeneration oder Rekreation versteht man die Rückgewinnung verbrauchter Kräfte und das Wiederherstellen der Leistungsfähigkeit. Am kurzlebigen Puls der Zeit fast in Vergessenheit geratene Begrifflichkeiten. Das Leben wird ja immer schneller und actionreicher. Abenteuer, Alltag, ein breites Angebot für Aktivitäten - und immer weniger Zeit frische Kräfte zu schöpfen. Auch Innsbruck weiß vielfältig zu beschäftigen: Kunst, Geschichte, Kultur, Sport und Entertainment. Doch manchmal sucht man etwas Anderes: Stille. Ruhe. Frieden. Kraft. Einen Rückzugsort und etwas Abstand zur Action. Zum Beispiel einen natürlichen Kraftplatz - zum Ankommen, Augen schließen und Durchatmen. In und um Innsbruck gibt es unzählige solcher besonderen Orte - und jeder birgt seine eigenen Geheimnisse. Manche wollen wir hier gerne teilen, andere wird man selbst entdecken. Nicht überallhin gibt es Wegweiser oder Wanderkarten. Ein gutes G’Spür (Gefühl) und etwas kindliche Neugier sind beim Suchen und Finden aber jedenfalls von Vorteil. Einmal angekommen muss man den Ort nur noch wirken lassen. Vielleicht die Augen schließen - und tief durchatmen.

Kapelle 1

Seelenpflege am See

Man muss gar nicht weit weg, schon ist man da. Weil in und um Innsbruck überall die Natur lockt, sind schnell schöne Plätzchen gefunden. Zum einfach schnell mal Luft schnappen erreicht man die Innpromenade von überall. Die Sillschlucht am Bergisel bietet einen friedvolleren Fluchtpunkt und mehr Wildnis. Entlang der Sill gibt es außerdem einen Weg der vom Rapoldipark über den Innzwickel und weiter am Inn entlang zum Baggersee führt. Die kühle Luft am Wasser und der Schatten alter Bäume sind vor allem im Sommer sehr angenehm. Unterwegs laden Bänke zum Ausruhen und Träumen ein. Alternativ säumen Abenteuerspielplätze den Weg zum See. Entlang dieser Route befindet sich auch der Blindenwanderweg, der auch für Sehende ein sinnliches Erlebnis darstellt. An wolkenverhangenen Tagen bietet der Baggersee statt Badegästen abschließend noch einen friedvollen Rundgang in allerschönster Einsamkeit. Und auf Wunsch eine beruhigende Tasse Tee im ganzjährig geöffneten Strandcafé Deck47.
 

Abends eine Oase in der Stadt: der Baggersee.
Abends eine Oase in der Stadt: der Baggersee.
Der Salfeinsee nahe der Kalkkögel
Der Salfeinsee nahe der Kalkkögel

Innsbrucker Gärten: Genießen im Grünen

Am schönsten atmet man im Grünen. Wer dafür aber nicht erst die Stadt verlassen mag, besucht den Hofgarten. Hier steht am Eingang ein magischer Monolith, der den Stadtgarten zur fernöstlichen Kraftkammer macht. Eine ganz besondere Ruhe wohnt dem Fels inne, das hat der chinesische Feng-Shui-Meister Jes Lim hier höchstselbst bestätigt. Wenn der Hofgarten im Sommer gut besucht ist, spaziert man eben in einen anderen Garten. Zum Beispiel in den Botanischen Garten in Hötting - auch bequem via Buslinie A bis Botanikerstraße. Hier gibt es so viel verschiedenes Grün aus aller Welt zu bestaunen, dass Sorgen schnell vergessen sind. Spätestens mit einem Abstecher in die historische Sternwarte im Nordosten des Gartens ist man mit dem Kopf in den Wolken. Geheimtipp: Alle paar Jahre öffnet im Botanischen Garten auch das Schmetterlingshaus seine Pforten (Juni bis Oktober). Das „Schmetterlingsprogramm“, sowie Sonderveranstaltungen im Botanischen Garten erfahren Sie telefonisch – unter 0512 507 59 10.

Alte Geheimnisse entdecken

Auf der anderen Talseite lädt der Schlosspark Ambras zu märchenhaften Spaziergängen ein. Zu Kaiserzeiten sah der Garten etwas anders aus, denn er wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgestaltet. Die ursprüngliche Ruhezone um das mittelalterliche Renaissanceschloss - mit großem Weiher,  Wildpark, Felsen, Schluchten, kleinen Waldgruppen und sogar einem künstlichen Wasserfall - blieb jedoch erhalten. Einige historische Geheimnisse, wie der Felsenkeller, die Bacchusgrotte und der Keuchengarten, lassen sich dort bis heute entdecken. Auch die ursprünglichen Sichtachsen ins Tal wurden wieder hergestellt. So kann man sich wieder abwechselnd zwischen uraltem Märchenwald und malerischem Alpenpanorama verlieren. 

Am Patscherkofel

Noch alpiner atmet man im wohl höchstgelegenen Botanischen Garten Österreichs - dem 1,5 Hektar großen „Alpengarten Patscherkofel“, auf 2.000 Metern über dem Meer. Durchatmen direkt an der Waldgrenze und mit lehrreich beschildertem Rundwanderweg zu den regionalen Pflanzengemeinschaften im Hochgebirge. Geöffnet seit 1930 von Juni bis September, täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Erreichbar auch via Buslinie J ab Innsbruck bis Endstation und „Aufstieg“ via Patscherkofelbahn. Der Alpengarten befindet sich etwas unterhalb der Bergstation. Hier gedeihen heimische Naturschätze, wie Edelweiß, Enzian, Platenigl, sowie seltene Pflanzen aus anderen Gebirgsregionen. Wer beim Spazieren Hunger bekommt, macht bergab beim Alpengasthof Heiligwasser halt, genießt eine Stärkung mit Alpenblick und die historische Wallfahrtskirche nebenan.

Himmlisch still

Ehrfürchtige Stille lässt sich auch in unzähligen anderen Kirchen, Kapellen und Gotteshäusern in und um Innsbruck genießen: Im Sommer kühl, bei Regen trocken und außerdem mit freier Platzwahl. Zwischen Gottesdiensten mitunter sogar menschenleer. Ein fast vergessenes Geheimnis zum Thema: Direkt in Innsbruck kreuzen sich am Domplatz zu St.Jakob schon seit 1270 uralte Pilgerrouten. Das im Hochaltar zur Schau gestellte Gnadenbild Mariahilf von Lucas Cranach dem Älteren - ein historisches Highlight am Jakobsweg - kann dort bis heute besucht werden. 

Zahlreiche Pilgerstationen führten den heiligen Jakob damals von Nordosten nach Südwesten durch Tirol: Über den Kalvarienberg bei Arzl nach Innsbruck und weiter nach Völs, wo die schmucke Kapelle zu St.Blasius schon seit hunderten Jahren über dem Inntal thront. Von dort ging es dann wohl weiter westlich am Inn entlang und weiter nach Inzing - wo am Hundstalsee auf 2.287 Metern ein geheimnisvoller Steintempel zu bestaunen ist. Der hat zwar nichts mit dem Jakobsweg zu tun, den durchaus anspruchsvollen Aufstieg belohnt aber eine köstliche Einkehr auf der Inzinger Alm. Und ein absolut atemberaubender Kraftplatz inklusive Bergsee direkt nebenan.

Wallfahrtskirche Maria Locherboden
Wallfahrtskirche Maria Locherboden
Innenraum der Kirche St. Sigmund-Praxmar im Sellraintal
Innenraum der Kirche St. Sigmund-Praxmar im Sellraintal

Waldfrieden und Wildwasser

Der Besinnungsweg in Ranggen bietet einen familienfreundlichen Rundwanderweg mit kleinen Verschnaufpausen zum Durchatmen und Besinnen. Unterwegs lehren je sieben Stationen bergauf und bergab über die leiblichen und geistlichen Werke der Barmherzigkeit. Ab Ranggen ausführlich gelb beschildert, ist das Abkommen vom rechten Pfad kaum möglich. Die ganze Runde dauert etwa zwei Stunden - je nachdem wie lange man sich unterwegs eben besinnt. Eine kleine offene Kapelle markiert auf 1.100 Metern Seehöhe den Scheitelpunkt der Selbstfindung - mit Jausenplatz, kleinem Wasserfall und herrlich würziger Waldluft.

Ein weiterer kraftvoller Tipp zum kühl und frisch Durchatmen: Direkt bei Innsbruck folgt der Mühlauer Wasserweg den Adern der Alpen bis zu ihren Quellen im Gebirge. Natürlich mit  zahlreichen Quellwasserbrunnen unterwegs! Einfach am Inn entlang und über die Mühlauer Brücke, dann weiter über das Naturbiotop Fuchsloch in die wunderschöne Mühlauer Klamm. Dem Wildbach aufwärts durch die Teufelskanzel folgen, über die Holzbrücke und vorbei an der geheimnisvollen Hexenkuchl. Weiter bergwärts und vorbei am Wasserfall führt die Klamm schließlich bis ins Mühlauer Quellengebiet nahe der Rumer Alm auf 1.243 Metern. Retour geht’s über einen langgezogenen Panoramaweg zur Arzler Alm auf 1.067 Metern. Und von dort gut beschildert bergab bis zur Talstation Hungerburg.

Idyllischer Wald am Mieminger Plateau
Idyllischer Wald am Mieminger Plateau
Rauschende Bäche in alpiner Natur
Rauschende Bäche in alpiner Natur
Barrierefrei durchatmen
Die folgenden Naturplätze und Aussichtsplattformen sind auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gut erreichbar.

Die Natur genießen

Ein barrierefreier Waldwanderweg führt am Paschberg bei Amras durch den 1,5 Hektar großen Waldmoorkomplex Tantegert. Nach einer aufwändigen Revitalisierung des Moores wurde hier ein breiter ebenerdiger Steg als Aussichtsplattform angelegt: Rollstuhl- und kinderwagenfeundlich, mit Waldspielplatz und keltischem Baumkreis mit 21 verschiedenen Baumarten. Barrierefrei erreichbar mit der Linie 6 ab Innsbruck, eine malerische Straßenbahnfahrt durch den Wald gibt’s inklusive. Ebenfalls mit der Linie 6 erreichbar ist die Haltestelle Tummelplatz, etwas oberhalb des Schlosses Ambras. Hier erstreckt sich sternförmig ein historischer Waldfriedhof mit über eintausend Geschichten. Manche Geheimnisse werden die unzähligen Soldatengräber und Gedenkstätten hier wohl auch bis in alle Ewigkeit hüten. Die kleine Waldlichtung oberhalb von Innsbruck gilt nämlich schon seit dem 18. Jahrhundert als beliebter Zufluchtsort für Ruhe und Frieden. Wer diese ewige Stille ehrt, mit dem wollen die alten Geister ihren mystischen Ort aber gerne teilen. Zumindest bis die Sonne untergeht, und man mit leichtem Rückenwind und frischen Kräften zurück in die Stadt spaziert.

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