TOURISMUS, WIE WIR IHN BISHER NICHT GEKANNT HABEN

Beherbergungsverbot, Ausgangssperren und geschlossene Grenzen: Was sich wohl niemand ausmalen hätte können, wurde im Jahr 2020 Wirklichkeit. Die Grundlage des Tourismus, und zwar die Mobilität der Menschen, wurde im abgelaufenen Tourismusjahr durch die COVID-19-Pandemie quasi von heute auf morgen unmöglich gemacht.

Laut UNWTO sind die internationalen Ankünfte in der ersten Hälfte des Jahres um 65% zurückgegangen, das entspricht 440 Mio. Ankünften und einem Verlust von 460 Mrd. USD an Exporteinnahmen. Insgesamt rechnet die UNWTO mit einem Minus von 70% für 2020. Eine Rückkehr zu den Werten von 2019 wird erst in 2,5 bis 4 Jahren erwartet. 

Auch Innsbruck Tourismus wurde von der Pandemie hart getroffen, wobei das Ergebnis der Sommermonate im Gegensatz zu anderen Städten wie Wien als durchaus respektabel bezeichnet werden darf. Erfreulich hat sich demgegenüber die Aufenthaltsdauer der Gäste in der Region Innsbruck entwickelt. Unter strengsten Sicherheitsauflagen konnten trotz COVID-19 einige hochkarätige Sport- und Kulturveranstaltungen umgesetzt werden. 

2020 IN ZAHLEN

... in Bild und Text

Ankünfte & Übernachtungen

Die Region Innsbruck musste im Corona-Jahr 2020 einen nahezu 50-prozentigen Rückgang bei den Ankünften verzeichnen. Die Nächtigungen gingen im selben Zeitraum in etwas geringerem Ausmaß zurück (-39,3%). Vor allem die Stadtregion litt massiv unter den Auswirkungen der Pandemie. Aufgrund des Totalausfalls im Fernreisen- und Gruppenreisen-Geschäft sowie der verstärkten Nachfrage nach Alternativen zum Sommerurlaub am Meer haben wir aber unser Ziel, die Aufenthaltsdauer auf 2,5 Tage zu verlängern, erreicht (+17,6%).

Nächtigungen pro Monat

So gut der Start in das Tourismusjahr war, so katastrophal hat es geendet. Innsbruck Tourismus verzeichnete in den Monaten November 2019 bis Februar 2020 neuerlich Rekordwerte bei den Nächtigungen, bevor die Corona-Krise den Tourismus weltweit zum Erliegen brachte. Im Juli und August konnten vor allem in den ländlichen Regionen durchaus respektable Ergebnisse erzielt werden. Dies sorgte - im Vergleich mit anderen Städten wie Wien (-57%) oder Salzburg (-48%) - für ein geringeres Minus von 39,3% bei den Nächtigungen.

Betten & Betriebe

Im Zeitraum von 2016 bis 2020 stiegen sowohl die Anzahl der Betriebe (+22,1%) als auch jene der Betten (+3,1%) im Gesamtverband. Die Anzahl der Betten pro Betrieb ist nach 2018 (22) und 2019 (20) neuerlich gesunken (19)Dies erklärt sich durch die großen Zuwächse im Privatvermieter- und Kleinstvermieter-Bereich (Stichwort Airbnb). Die Maßnahmen der Tiroler Landesregierung und der Stadt Innsbruck zur stärkeren Regulierung von Airbnb-Vermietungen werden in den kommenden Jahren aber zu einer nachhaltigen Reduktion von Betten in diesem Segment führen – auch bei jenen, die ihrer Meldepflicht regulär nachkommen. Der Trend, dass das mittlere Segment verliert, setzt sich auch 2020 fort (-9,9%).

Die letzten fünf Jahre im Überblick (Nächtigungen)

Im Fünf-Jahres-Vergleich zeichnet sich ein bedrückendes Bild. Vor allem die abgelaufene Sommersaison 2020, die normalerweise nächtigungsstärker ist als der Winter, war mit einem Minus von 52,9% eine große Herausforderung für die Unternehmen der Region.

5-Jahres-Entwicklung aktuell führender Quellmärkte

Naturgemäß waren die Rückgänge auf den Nahmärkten – darunter vor allem Deutschland (-25,2%), Österreich (-27,4%) und die Schweiz (-22,1%) – weniger gravierend als auf den Fernmärkten. Die ausgezeichnete Marketing-Arbeit der letzten Jahre am Markt Deutschland sorgte dafür, dass das Minus im Fünf-Jahres-Vergleich bei nur 11,3% liegt. China (-78,7%) rutschte durch die Covid-19 Pandemie aus den Top-5 Quellmärkten. Die Übernachtungen insgesamt gingen im Jahresvergleich 2019/2020 um nahezu 40 Prozent zurück (-39,3%).

TOURISMUSJAHR 2020

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EVENT-HIGHLIGHTS 2020

Von den Winter World Masters Games, dem weltweit größten Wintersport-Festival für über 30-Jährige, über die Festwochen der Alten Musik bis hin zum weltweit größten Gravity-Mountainbike-Festival Crankworx: Die Region Innsbruck blieb seinem Ruf als perfekter Gastgeber für Sport- und Kulturveranstaltungen treu. Ein großer Dank gilt allen Veranstaltern, die keine Mühen gescheut haben und den Mut hatten, auch in schwierigen Zeiten die Menschen zu begeistern. Innsbruck Tourismus stand den Veranstaltern dabei als verlässlicher Partner zur Seite.

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