Erste Anzeichen des Sommers
Letzte Woche fühlte sich Innsbruck ein wenig anders an. Sobald das Wetter wärmer wird, ist der Marktplatz einer der wichtigsten Treffpunkte der Stadt. Letzte Woche, von Mittwoch bis Samstag, übernahm Coll:b am Hof den Platz und verwandelte ihn in eine Mischung aus Open-Air-Wohnzimmer und kleinem Musikfestival. Auch wenn das Wetter nicht immer das Beste war, hielt das die Leute nicht davon ab, zu kommen, um lokale, aufstrebende Bands und DJs zu unterstützen und die Musik in den Vordergrund zu stellen.
Der Marktplatz in Innsbruck ist einer der besten Plätze, um sich zu treffen, zu entspannen und die Sonne zu genießen - wenn dann noch Musik dazukommt, ist es noch perfekter!
After-Work-Soundtrack
Die Eröffnung der Veranstaltung fand am Mittwoch statt, und so kam ich nach der Arbeit vorbei. Die Sonne stand noch hoch am Himmel, die Leute saßen überall auf dem Platz, und es herrschte das erste richtige Sommergefühl in der Stadt. Eine vierköpfige Rockband eröffnete den Abend mit eigenen Liedern, bevor die Veranstaltung langsam in ein DJ-Set mit entspannten, lässigen Beats überging. Niemand schien es eilig zu haben, irgendwo anders hinzugehen. Die Leute blieben bis in die letzten warmen Stunden des Tages, Getränke in der Hand, und lauschten der Musik, während das Licht hinter den Bergen verschwand.
Ping Pong & Sonnenuntergangsgetränke
Eine Sache, die mir sehr gut gefiel, war, wie selbstverständlich sich die ganze Einrichtung in den Marktplatz einfügte. Die Bühne 12 hatte einen Frachtcontainer, der eine kompakte kleine Bar war, in der Getränke und Snacks serviert wurden, es gab Tischtennisplatten und die neuen Sitzbereiche des Marktplatzes, einschließlich mietbarer Klappstühle, die es leicht machten, länger als geplant zu bleiben. Familien mit Kindern rannten auf dem Platz herum, Studenten streckten sich in der Sonne aus, Touristen blieben stehen, um eine Weile zuzuhören, und die Einheimischen behandelten den Platz wie ihren üblichen Feierabendplatz. Typische Innsbrucker Warmwetter-Stimmung!
In der 12. Etappe war für Snacks und Getränke gesorgt.
Tischtennis, viele Plätze zum Sitzen und Entspannen, ideales sonniges Wetter ... für eine Weile.
Mehr als nur eine Bühne
Das scheint die ganze Idee hinter Coll:b am Hof zu sein. Während Österreich im Eurovisionsfieber war, konzentrierte sich dieses Projekt mehr auf die lokale und regionale Musikszene. Vier Tage lang wurde der Marktplatz zu einer offenen Bühne für Nachwuchskünstler aus Tirol, Südtirol und dem Trentino, gemischt mit Workshops, Diskussionen und DJ-Sessions. Das Programm bewegte sich leichtfüßig zwischen Indie, Soul, elektronischer Musik, Hip-Hop, Metal und experimentellen Klängen, ohne dabei gezwungen zu wirken.
Schirme auf
Am Freitag herrschte eine ganz andere Atmosphäre. Das Wetter war kälter geworden, und es drohte den ganzen Abend über zu regnen. Ich habe Leols Auftritt kurz nach Feierabend mitbekommen - eine Solo-Performance, bei der eine kleine Reisegitarre, eine Loopstation und dezente elektronische Beats im Mittelpunkt standen. Es passte perfekt zur Stimmung. Die Leute standen diesmal dichter beieinander, einige in Jacken gehüllt, andere mit Regenschirmen, die den Abend über zwischen Sonnen- und Regenschutz wechselten, was ehrlich gesagt sehr typisch für Innsbruck im Mai ist.
Eine winzige Gitarre und eine Loopstation waren alles, was Leol brauchte, um die Bühne zu füllen, und es war beeindruckend, ihm dabei zuzusehen, wie er die musikalischen Schichten auf der Loopstation aufbaute.
Das mehrtägige Programm zeigte eine große Bandbreite von Indie, HipHop, Dance und sogar Hard Rock. Eighth Pyramid hat trotz des kalten Regens ordentlich Gas gegeben!
Bleiben für einen weiteren Song
Trotz des grauen Himmels ist die Menge geblieben. Vielleicht nicht so viele Leute wie am Mittwoch, aber immer noch genug, um dem Raum Energie zu verleihen. Der Regen setzte erst später am Abend ein, und bis dahin schunkelten die Leute weiter zur Musik, als hätten sie kollektiv beschlossen, das Wetter für ein paar weitere Stunden zu ignorieren. Coll:b am Hof gab einfach Raum für lokale Künstler, gute Musik und Menschen, die gemeinsam Zeit im Freien verbringen wollten. Manchmal ist das alles, was wir uns hätten wünschen können!
Alle Fotos: @Laura Wunsch
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2007 schließt Laura ihr Studium an einer amerikanischen Universität ab und bewirbt sich danach im Rahmen des Fulbright Programms als Englisch-Lehrerin in Deutschland oder Österreich. Die weiseste Entscheidung in diesem Zusammenhang: Österreich! Und der Rest ist, wie man sagt, Geschichte.
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