29. Mai 2026
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Ein besonderes Ereignis

Jedes Jahr bringt das International Film Festival Innsbruck (IFFI) das internationale Kino und neue Perspektiven in die Stadt. Doch neben den klassischen Festivalvorführungen organisiert das IFFI auch kleinere "Satellitenveranstaltungen", die die Filmkultur über das Kino hinaus an einige der schönsten und unerwartetsten Orte Innsbrucks führen.

Eine dieser besonderen Veranstaltungen fand am 21. Mai 2026 im Botanischen Garten Innsbruck statt - einem ruhigen, friedlichen Ort oberhalb der Stadt, den viele Menschen nur aus dem Universitätsleben kennen. Einige wissen vielleicht nicht, dass dort das ganze Jahr über eine ganze Reihe von Veranstaltungen stattfinden! Einen Abend lang verwandelte sich der Garten in ein Open-Air-Kino, in dem die BesucherInnen Filme, Gespräche und eine entspannte Sommeratmosphäre inmitten der Natur genießen konnten.

Ein Abend im Botanischen Garten

Um 17:00 Uhr, dem perfekten Zeitpunkt für den Abschluss des Arbeitstages, konnten die Besucher Decken und Snacks für ein Picknick mitbringen. Einige Liegestühle wurden zur Verfügung gestellt, aber viele brachten ihre eigenen mit. Es gab auch eine "Wasserverkostungsbar", die von den Mitarbeitern des botanischen Gartens eingerichtet wurde. Das war eine wirklich kreative und nette Alternative zu einem Imbissstand, die jeder genießen konnte. Gegen eine freiwillige Spende konnte man zwischen Lavendel-, Löwenzahn-, Holunderblüten- oder Kiefernwasser wählen, das meist von den Mitarbeitern selbst hergestellt wurde. Die Mitarbeiter erzählten Geschichten und Informationen über den Garten und waren so nett, dass man sich mit ihnen unterhalten konnte! Ich kann das Löwenzahnwasser nur empfehlen!

Das Spiel mit dem Licht

Um 20:00 Uhr begannen Dr. Willi Bauer und Anna Ladinig eine Podiumsdiskussion über den Film und was zu erwarten ist, einschließlich der Botschaft des Films und warum es so wichtig ist, in das Festival aufgenommen zu werden. Da es Mai ist und es am Abend noch sehr hell ist, wurde zuerst die Podiumsdiskussion und dann der Film gezeigt, was einen guten Einblick bot.

Der Film: L’Arbre de l’Authenticité

Die diesjährige Vorführung zeigt L'Arbre de l'Authenticité (DerBaum der Authentizität ) des Filmemachers Sammy Baloji. Der Film befasst sich mit der Beziehung zwischen Natur, Geschichte und Kolonialismus im Kongobecken. Im Mittelpunkt steht die ehemalige Forschungsstation Yangambi, in der während der belgischen Kolonialzeit Bäume untersucht wurden. Mit einer Kombination aus Archivmaterial, wunderschönen Luftaufnahmen und eindringlichem Ton erforscht der Dokumentarfilm, wie die Menschen im Laufe der Zeit versucht haben, die Natur zu verstehen - und zu kontrollieren.

Festival-Atmosphäre

Die Veranstaltung im Botanischen Garten ist Teil des umfassenden Satellitenprogramms des IFFI, das während des gesamten Festivals Filmvorführungen und Kooperationen an verschiedenen Orten in Innsbruck und Tirol vorsieht. Zu den kommenden Veranstaltungen gehören auch ein Abend auf dem Bozner Platz am 28. Mai sowie Filmvorführungen in den Bergen wie Seegrube.

Diese Veranstaltungen zeigen eine andere Seite des Festivals: offen, zugänglich und eng mit der Stadt selbst verbunden. Ob auf öffentlichen Plätzen, in Gärten oder hoch über Innsbruck in den Bergen, das Ziel ist immer, gemeinsame kulturelle Erlebnisse an denkwürdigen Orten zu schaffen.

Alle Fotos: @Laura Wunsch

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