1976 war Innsbruck Bühne der Welt. Olympische Winterspiele, Millionen Augenpaare, internationale Gäste, sportliche Höchstleistungen. Und mittendrin Menschen aus der Region, die diesen Spielen ein Gesicht gegeben haben – in Tracht, mit Musik und mit Tanz. Einer von ihnen war Herbert Ullmann, Ehrenobmann eines Innsbrucker Trachtenvereins.

In der neuen Folge des Innsbruck Podcasts reisen wir gemeinsam mit ihm zurück – in ein Jahr, das bis heute nachwirkt.

Videopodcast 50 Jahre Olympia

Audiopodcast 50 Jahre Olympia

"Auf einmal war klar: Wir sind Teil von Olympia" 

Herbert Ullmann ist Ehrenobmann eines Innsbrucker Trachtenvereins, seit 1948 Mitglied, jahrzehntelang aktiver Tänzer, Plattler, Funktionär. Heute Pensionist, früher Prokurist bei der RLB Tirol – vor allem aber: ein Mensch, der Innsbrucks Vereinsleben über Generationen mitgeprägt hat.

Bei uns in der Stubn blicken Christian und ich gemeinsam mit Herbert zurück in ein Jahr, das für Herbert – und für viele andere – bis heute von großem Wert ist: 1976, das Jahr der Olympischen Winterspiele in Innsbruck.

Damals war Herbert Ullmann mit seinem Verein mittendrin. Bei Auftritten in Tracht, bei Siegerehrungen, beim Rahmenprogramm, das weit über die Sportstätten hinaus gewirkt hat. Stets begleitet von Stolz, Nervosität und dieser besonderen Mischung aus Tradition und Weltbühne.

Herbert erzählt uns von dem Zeitpunkt, als dann tatsächlich feststand, dass der Verein bei den Olympischen Winterspielen mitwirken durfte. Von Organisation, Proben, Warten auf den großen Auftritt, Teamgeist und diesem tiefgehenden Gefühl, dass etwas ganz Besonderes passiert. Etwas, das nur einmal im Leben so geschieht. 

Innsbruck war 1976 nicht nur Austragungsort – die Stadt war Gastgeberin. Auf Straßen, Plätzen und in den Vereinen lag eine besondere Spannung und vor allem Vorfreude. Menschen aus aller Welt kamen zusammen, der Alltag rückte ein Stück zur Seite.

Innsbrucker Tradition auf der Bühne der Welt 

Tracht war bei Olympia ein Ausdruck von Identität. Und damals waren die unterschiedlichsten Trachten vertreten, wie uns Herbert erzählt: von der Wipptaler bis hin zur Haiminger Tracht. Eines hatten alle gemeinsam: Bei den Auftritten bei Siegerehrungen und Rahmenprogramm wurden sie mit Stolz getragen. 

„Mit stolzgeschwelltem Herzen brüllten wir unser Bravo. Dann war es Zeit, die Fackeln zu entzünden – und nicht vergessen zu lächeln.“ (Der Trachtler, März 1976 – Hannelore Höß)

Es sind die Bilder von damals, die bleiben: Fackellicht, Applaus, Musik – und das Wissen, Teil eines Moments zu sein, der gerade Geschichte schreibt. 
Und danach? Fackeln aus. Zurück in den Innsbrucker Winterabend. Olympia war vorbei – aber das Gefühl blieb.

Innsbruck 2026 - ein Blick nach vorne

Natürlich ist unser Gespräch mit Herbert in erster Linie eine Reise in die Vergangenheit, aber wir wollen von ihm auch wissen, was sich 50 Jahre später, verändert hat? In Innsbruck? Im Vereinsleben? 

Herbert spricht über Kontinuität und Wandel, über Nachwuchsarbeit, über das Weitergeben von Geschichten. Über das Erzählen an jene Generation, die Olympia 1976 nicht erlebt hat – und darüber, was sie davon mitnehmen soll: Gemeinschaft. Respekt. Zusammenhalt. Und Optimismus. 

Während unseres Stubn-Gesprächs wird klar: Fünfzig Jahre später ist der olympische Geist noch da. Vielleicht leiser, vielleicht anders – aber spürbar. Auch beim Jubiläum 2026 wird in Innsbruck erinnert, erzählt und gefeiert.
Vielleicht wollt auch ihr dabei sein - HIER findet ihr alle Programmpunkte rund um das 50 Jahre Jubiläum der Olympischen Winterspiele. 

Viel Spaß und bis zum nächsten Mal, 

Eure Sandra mit Stubnhocker 🙂 

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