Die Serles ist für mich ein besonders reizvolles Fotomotiv – vor allem wegen ihres markanten Erscheinungsbildes, das sich von Innsbruck aus eindrucksvoll präsentiert. Von beinahe überall sieht man sie, ob mitten in der Stadt, vom Patscherkofel aus oder von der Nordkette. Aufgrund ihres charakteristischen, dreiteiligen Gipfelaufbaus wird sie oft auch als der "Hochaltar Tirols" bezeichnet. Ich zeige euch heute die Serles aus den verschiedensten Perspektiven. Und am Schluss auch von oben, denn: Eine Sonnenaufgangwanderung krönt den Tag auf ganz besondere Weise.
Blick über Innsbruck zur Serles.
Bergportrait von der Serles mit der Bergiselschanze.
Der Blick zur Serles vom Claudiaplatz.
Die erste dokumentierte Besteigung der Serles erfolgte bereits im Jahr 1579, was die lange Geschichte alpinistischer Faszination für diesen Berg unterstreicht. Doch es sind nicht nur Geschichte und Anblick, die die Serles so besonders machen: Ihre Aufstiegsroute ist abwechslungsreich und landschaftlich äußerst reizvoll. Besonders beeindruckend ist das Panorama vom Gipfel aus – dank der exponierten Lage bietet sich hier ein atemberaubender Rundblick über die umliegende Bergwelt, die jede Tour auf die Serles zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.
Blick auf Innsbruck von der Serles.
Der Blick zum Patscherkofel von der Serles aus.
Das Bergpanorama auf der Serles
Blickwinkel zum Hochaltar Tirols
Dass die Serles für mich ein beliebtes Fotomotiv ist, erkennt man sofort an meiner Instagram-Timeline. Ganz egal, ob mit dem Ultraweitwinkel oder dem Teleobjektiv: Jede Brennweite bringt ihren eigenen Reiz zum Vorschein. Rund um Innsbruck gibt es viele tolle Fotospots, die sich perfekt eignen, um diesen markanten Gipfel ins richtige Licht zu rücken.
Die Serles mit der Thriumohpforte.
Das Dorf Mutters im Vordergrund der Serles
Die Serles mit der Milchstraße.
Beginnen wir mit den Fotospots direkt in der Stadt: Ein besonders beliebter Ort ist die Maria-Theresien-Straße mit dem Triumphpforte – hier rahmt die Serles das historische Bauwerk auf eindrucksvolle Weise ein. Auch vom Claudiaplatz aus lässt sich die Serles wunderbar fotografieren – besonders, wenn das Licht stimmt, entsteht hier ein harmonisches Zusammenspiel zwischen urbanem Raum und alpiner Kulisse.
Die Serles mit der Thriumphpforte.
Von der Claudiastraße aus fotografiert.
Die Serles mit der Thriumphpforte.
Ein weiteres Highlight ist die Aussicht von der Adlers Bar, wo sich die Serles perfekt mit der Bergisel-Skisprungschanze im Vordergrund kombinieren lässt – ein spannendes Zusammenspiel von Natur und Architektur.
Die Serles mit der Bergiselschanze.
Hauptbahnhof Innsbruck mit Serles im Hintergrund
Vorne der HBF, hinten die Serles.
Ein zusätzlicher Spot, den ich gerne nutze, ist die Bergstation der Hungerburgbahn. Von hier aus bietet sich ein besonders schönes Panorama: die Serles im Hintergrund, mit der Stadt Innsbruck im Vordergrund – ein Bild, das die besondere Lage Innsbrucks zwischen Berg und Tal eindrucksvoll zeigt.
Innsbruck mit der Serles im Hintergrund
Die Umrisse sind aus jedem Blickwinkel zu erkennen.
Ein Nebelmeer über Innsbruck mit der Serles.
Von der Bergstation der Hungerburgbahn zieht es mich oft weiter hinauf – entweder auf die Seegrube oder ganz hinauf zum Hafelekar. Dort oben eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama – die Serles ist dabei besonders schön am Eingang zum Stubaital zu sehen. Ein besonderes Highlight: Von hier aus lässt sie sich perfekt mit der Europabrücke im Bild festhalten – ein faszinierender Kontrast zwischen Natur und Technik.
Serles vom Patscherkofel
Ein weiterer lohnenswerter Fotospot liegt auf der Talseite gegenüber – am Hausberg der Innsbrucker, dem Patscherkofel. Hier verbringe ich besonders gerne Zeit und fotografiere die Serles aus einer ganz anderen Perspektive. Besonders reizvoll sind die Abendfahrten am Donnerstag: Wenn das Wetter mitspielt, entsteht eine wunderschöne Lichtstimmung – perfekt, um die Serles in warmes Abendlicht getaucht festzuhalten. Ein ganz besonderes Highlight sind für mich jedes Jahr die Herz-Jesu-Feuer. Wenn rund um die Berggipfel die Feuerketten leuchten, wirkt die Landschaft wie verzaubert – und die Serles strahlt inmitten dieses Spektakels ganz besonders. Für mich ist das einer der magischsten Momente, um sie festzuhalten.
Die Serles zu den Herz-Jesu Feuern.
Blick ins Stubaital mit der Serles.
Die Serles im Herbst vom Patscherkofel aus.
Sonnenaufgangstour zur Serles – ein besonderes Erlebnis
Wenn ich eine Sonnenaufgangstour zur Serles plane, beginnt mein Tag meist mitten in der Nacht. Der Aufstieg dauert etwa drei Stunden – deshalb starte ich lieber etwas früher, um genug Zeit für kurze Pausen zu haben und den Gipfel rechtzeitig zu erreichen. Bevor ich losgehe, informiere ich mich immer genau, wann die Sonne aufgeht – je nach Jahreszeit ändert sich das nämlich deutlich. Eine gute Planung ist wirklich entscheidend, denn zu spät am Gipfel anzukommen, wäre einfach schade. Und was bei solchen Touren nie fehlen darf: die Stirnlampe! Ohne sie geht in der Dunkelheit gar nichts.
Der Habicht von der Serles aus.
Blick ins Tal von der Serlesaus.
Der Blick zum Habicht von der Serles aus.
Mein Startpunkt: Maria Waldrast
Ich beginne die Tour beim Kloster Maria Waldrast, einem bekannten Wallfahrtsort und dem höchstgelegenen Kloster Europas. Von Innsbruck aus ist man mit dem Auto in etwa 45 Minuten dort. Der Weg startet direkt hinter dem Klosterbrunnen und führt zuerst recht steil durch einen lichten Wald – auf einem schmalen, aber gut begehbaren Steig. Schon bald wird der Weg flacher und führt durch einen schönen Latschenwald. Danach geht’s über felsigeres Gelände weiter bis zum Serlesjöchl (2.384 m). Hier halte ich immer kurz inne – der Blick ins Stubaital ist einfach großartig.
Der letzte Anstieg
Vom Jöchl geht’s in wenigen Minuten zur Schlüsselstelle: eine kurze, steile Passage mit einer Leiter, die man gut überwinden kann. Danach folgen ein paar Meter mit Seilversicherung – hier ist Trittsicherheit gefragt. Dann führt der Weg durch ein Schuttfeld und ein paar Kehren bis zum letzten Abschnitt, der nochmal etwas Klettergeschick erfordert. Und dann: Der Gipfel. Oben angekommen erwartet mich jedes Mal ein beeindruckendes Panorama – mit Blick auf den Bettelwurf, den Olperer, den Habicht und sogar bis zu den Dolomiten.
Der magische Moment
Wenn dann die Sonne über den Horizont steigt und alles in warmes Licht taucht, weiß ich, warum ich mir diesen frühen Start antue. Der Moment, wenn die Serles im goldenen Morgenlicht leuchtet und die umliegenden Gipfel erwachen, ist einfach unbeschreiblich. Ich lasse die Seele baumeln, genieße die Ruhe – und natürlich wird auch fotografiert. Für mich ist das einer der schönsten Plätze, um in den Tag zu starten.
Info zur Serlestour
Die Serles ist eine anspruchsvolle Bergtour, bei der rund 1.000 Höhenmeter zu bewältigen sind. Bitte schätze deine Kondition realistisch ein und plane ausreichend Zeit für den Aufstieg ein. Wichtig: Nimm genügend Flüssigkeit mit – entlang der Strecke gibt es keine Wasserquellen. Die einzige Möglichkeit, Wasser aufzufüllen, besteht direkt am Startpunkt bei Maria Waldrast. Für Hunde ist die Tour nicht geeignet, da eine steile Passage mit einer Leiter überwunden werden muss – diese Stelle ist für Vierbeiner nur schwer bis gar nicht machbar.
Die Welcome Card, die Innsbruck Card und das Freizeitticket Tirol bieten verschiedene Vergünstigungen sowie kostenlose Bergfahrten mit den genannten Bergbahnen. Bitte informiere dich auf den jeweiligen Websites darüber, welche Leistungen bei deiner Karte enthalten sind.
Ich wünsche dir viel spaß bei der Bergtour zur Serles.
Alle Bilder von Markus Mair photography.
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Markus ist am liebsten mit seiner Marley und seiner Kamera in den Tiroler Bergen wandern.
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