Wenn es heiß ist, zieht es uns ans Wasser. Wenn wir einen Citytrip machen, wollen wir Sehenswürdigkeiten entdecken. Was aber, wenn ich euch sage, dass in Innsbruck beides gleichzeitig geht? Dem Inn sei Dank! Seit diesem Jahr bietet die Area47 richtig coole Rafting-Sightseeing-Touren an. Natürlich habe ich mir das für euch – ganz uneigennützig, versteht sich – selbst angeschaut. Und eines kann ich euch schon verraten: Meine Weiterempfehlungsrate liegt bei 100 Prozent.

Vom Handelsweg zum Rafting-Abenteuer

Wusstet ihr, dass der Inn früher intensiv für die Schifffahrt und Flößerei genutzt wurde? Noch vor dem Bau der Eisenbahn war er einer der wichtigsten Verkehrswege Tirols. Heute kaum mehr vorstellbar. Aber ab diesem Sommer erlebt die Innschifffahrt ein kleines Revival. Okay, vielleicht ist das etwas übertrieben. Aber eigentlich ist Rafting ohnehin viel cooler, als „nur“ mit einem Schiff über den Inn zu tuckern.

Der Start ist in Völs. Dort warten bereits die erfahrenen Rafting-Guides der Area47 auf euch. Nach einer kurzen Einführung kann es auch schon losgehen. Das Beste daran: Die Tour ist wirklich für fast jeden geeignet – vorausgesetzt, ihr könnt schwimmen und seid mindestens sechs Jahre alt. „Die Tour ist sogar barrierefrei – also auch für Rollstuhlfahrer geeignet“, erklärt Peter Svoboda, Head of Marketing der Area47.

Keine Vorkenntnisse, kein Stress – dafür jede Menge Spaß!

Mitbringen müsst ihr übrigens nichts Besonderes. Bequeme Kleidung reicht völlig aus. Während beim klassischen Rafting meist ein Neoprenanzug getragen wird, kann hier darauf verzichtet werden. Der Inn zeigt sich auf dieser Strecke von seiner ruhigen Seite, und die Wahrscheinlichkeit, ins Wasser zu fallen, ist äußerst gering. Ganz trocken bleibt es trotzdem nicht: Am Boden des Schlauchboots kann sich etwas Wasser sammeln, deshalb bekommt ihr spezielle Rafting-Schuhe. Und auch wenn ein unfreiwilliges Bad im Inn eher unwahrscheinlich ist, gehört die Schwimmweste selbstverständlich dazu. Safety first!

Achtung: nass!

Um eure eigenen Schuhe und Wertsachen müsst ihr euch natürlich keine Sorgen machen. Sie werden sicher verstaut und von den Mitarbeitern der Area47 zum Ziel gebracht, wo sie nach der Tour bereits auf euch warten. Wer – so wie ich – unterwegs Fotos machen möchte, kann das Handy natürlich mit an Bord nehmen. Empfohlen wird das allerdings nicht unbedingt – und das aus gutem Grund. Ich hatte zwar fest vor, für euch jede Menge Bilder zu machen, habe aber die ganze Zeit ein wenig gezittert, dass mein Handy doch noch im Inn baden geht. Und wie ihr euch vorstellen könnt: Fotos machen und gleichzeitig paddeln ist gar nicht so einfach. Aber na ja, was soll's – no risk, no fun! Und das Handy habe ich Gott sei Dank noch.

Teamwork am Inn

Wir waren mit drei Booten unterwegs, in denen jeweils rund acht Personen und ein Guide Platz fanden. Ich bin eine absolute Rafting-Anfängerin. Nachdem uns erklärt wurde, wie man richtig paddelt und was im Ernstfall zu tun ist, fühlte ich mich aber bestens vorbereitet. Zugegeben: Ein kleines bisschen aufgeregt war ich trotzdem. Doch schon nach den ersten Minuten auf dem Wasser war die Nervosität wie weggeblasen. Stattdessen hatte ich einfach nur Spaß. Einen großen Anteil daran hatten ganz sicher die Guides. Einerseits vermittelten sie jederzeit das Gefühl, in guten Händen zu sein. Man merkte sofort, dass sie genau wussten, was sie tun. Andererseits waren sie auch für jeden Spaß zu haben: Wir drehten uns mit den Schlauchbooten im Kreis, lieferten uns kleine „Rammmanöver“ und einer der Guides sprang sogar kurzerhand von Boot zu Boot. Langweilig wird es auf dieser Tour definitiv nicht.

Sightseeing mal anders

Spaß und Action stehen bei dieser Tour natürlich im Vordergrund, aber nicht nur! Das Sightseeing kommt definitiv nicht zu kurz. Ganz im Gegenteil: Man erlebt Innsbruck von einer ganz neuen Seite und aus einer anderen Perspektive. Während man gemütlich den Inn hinunterpaddelt, ziehen Innsbrucks Sehenswürdigkeiten an einem vorbei: die bunte Häuserzeile in Mariahilf, die Markthalle, die Nordkette und der Patscherkofel. Man paddelt unter Brücken hindurch und landet letztendlich beim Löwenhaus und der berühmten Hungerburgbahn von Stararchitektin Zaha Hadid.

Wer noch tiefer in die Geschichte und Besonderheiten der Stadt eintauchen möchte, kann die Tour auch mit einem Guide buchen. Eine großartige Idee, wie ich finde. Vor Kurzem habe ich in meinem Urlaub an einer klassischen Stadtführung teilgenommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie sehr interessant war – aber so genau kann ich das gar nicht sagen. Denn verstanden habe ich so gut wie nichts. Das lag nicht an meinen Englischkenntnissen, sondern daran, dass die Stadtführerin akustisch nicht zu hören war. Bei der Rafting-Sightseeing-Tour kann das nicht passieren. Über ein Bluetooth-Headset seid ihr direkt mit eurem Guide verbunden und bekommt alle Informationen klar und deutlich mit – selbst mitten auf dem Wasser.

Mein Fazit: Bei diesen Temperaturen ist Rafting die wohl coolste Art, Innsbruck zu entdecken. Also rein ins Boot, Paddel schnappen und los geht's!

Alle Infos auf einen Blick

  • Sightseeing-Rafting Tour für Einsteiger
    Dauer: ca. 1 Stunde inkl.
  • Einweisungsgespräch
  • Zertifizierter Rafting Guide
  • in Kürze buchbar im online Erlebnisshop von Innsbruck Tourismus
  • Start: Völs
  • Treffpunkt: Bitte seid 15 Minuten vor Beginn am Einstiegspunkt
  • Ausstieg: je nach Wasserstand beim Löwenhaus oder am Baggersee
  • Ein- und Ausstieg befinden sich für eine bequeme Anreise in unmittelbarer Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Kein Neoprenanzug nötig – die passenden Schuhe stellt man dir zur Verfügung
  • Wertgegenstände sind während der Tour sicher verwahrt
  • Website area47

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