Drei ultimative Tage
Ultimate Hockey – Breaking the Ice Tour kam im April nach Innsbruck in die Olympiaworld und gab damit ihr Debüt. Ich kann mir keinen besseren Ausgangspunkt für die Tour vorstellen, wenn man bedenkt, wie sehr diese Region für den Wintersport empfindet, allein der Rahmen ist ein Statement. Drei Tage lang wird Innsbruck in die Welt des schnellen, komprimierten und unterhaltsamen Eishockeysports eingeführt!
Dieser Ort war der Hammer! Ein DJ, der auflegte, Kommentatoren, die das Publikum mit einbezog, eine große Leinwand - diese Veranstaltung hatte einfach alles! Was für eine Stimmung! Sogar den Teams beim Aufwärmen zuzusehen, hat Spaß gemacht!
Was ist schon ein bisschen Regen?
Der Freitag hat nicht gerade den roten Teppich ausgerollt. Klassisches Innsbrucker Frühlingswetter brachte Regen und kühlere Temperaturen, bei denen man sich fragt, ob man überhaupt stundenlang draußen sein kann. Aber die Zuschauer? Sie sind trotzdem gekommen. Regenjacken, wasserdichte Hosen und die Einstellung, dass das Wetter nichts kaputt machen kann. Es gibt dieses Sprichwort - kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung - und jeder schien darauf vorbereitet zu sein. Wenn überhaupt, dann hat der Regen den Charakter der Veranstaltung verstärkt. Die Musik schallte durch den Veranstaltungsort, die Leute versammelten sich mit Getränken in der Hand, und die Energie ging nie verloren. Es fühlte sich bereits weniger wie ein Sportereignis und mehr wie ein Festival an.
Am Freitag herrschte zwar nicht das beste Wetter, aber das hielt die Fans nicht davon ab, die ersten Begegnungen zu genießen!
Sogar das Maskottchen Sharky war auf den Regen vorbereitet!
Jenseits des Eises
Noch bevor man die Haupttribüne betreten hatte, wurde man in die Fanzone gezogen. Es war unmöglich, nicht mitzumachen. Es gab eine Fan-Eisbahn mit kostenlosem Schlittschuhverleih, wo die Fans mit Schlägern auf das Eis gingen, Torschüsse abgaben oder einfach nur Spaß hatten. Andere schlenderten zwischen Essen, Getränken und Fanartikeln umher. Es gab auch eine Slapshot-Station, an der man mit einem Schläger und einem bereitgestellten Puck versuchen konnte, den Puck durch die Löcher eines Netzes zu schießen. Ich war noch nie besonders gut im Eishockey, aber es hat Spaß gemacht, anderen dabei zuzusehen, wie sie versuchten, den Puck höher zu bekommen und ihn durch die Löcher zu schießen. Es war ein gemeinsames Erlebnis, bei dem die Fans nicht nur zuschauten, sondern selbst Teil des Eishockeys waren.
Die Slapshot-Station war sehr beliebt, da man versuchen musste, den Puck ins Netz zu befördern!
Nach dem Slapshot konnte man sich kostenlos Schlittschuhe ausleihen und sein Glück auf einem der Netze versuchen!
Hockey im Turbotempo
Die Spiele wurden über den ganzen Tag verteilt und aufgrund des Wetters ein wenig umgestellt. Das 3-gegen-3-Format ist auf eine Art und Weise unerbittlich, die man nur schwer nachvollziehen kann, wenn man es live erlebt. Es ist schnell, konstant und intensiv, und man hat keine Zeit, sich auf einen Rhythmus einzustellen, weil der Rhythmus nie aufhört. Die Spieler bewegen sich die ganze Zeit mit vollem Tempo und schaffen so eine Art kontrolliertes Chaos, das die Augen auf dem Eis fixiert. Das Spiel ist hochklassig, rasant und absolut fesselnd. Auch die Ansager spielten ihre Rolle perfekt, hielten das Publikum bei der Stange, bauten eine Dynamik auf und gaben jedem Moment die Aufmerksamkeit, die er verdiente. Selbst als es am Freitag regnete, schien sich niemand ablenken zu lassen. Die Atmosphäre trug alles. Auch das Maskottchen Sharky hat die Fans mitgerissen und angefeuert!
Energie für das Finale, Momente der Meisterschaft
Am Samstag und Sonntag schlug das Wetter schließlich um, und mit ihm schien sich die ganze Veranstaltung zu öffnen. Als der Sonntag kam, steuerte alles auf das Finale zu. Ungarn gewann gegen Großbritannien in einem Spiel, das der Intensität des gesamten Wochenendes entsprach, während Estland sich gegen die Niederlande durchsetzte und den dritten Platz belegte. Zuvor hatte Deutschland vor heimischem Publikum, das unabhängig vom Ergebnis lautstarke Unterstützung leistete, gegen Österreich gespielt. Das Eishockey an sich war von Anfang bis Ende spannend, aber es war das Umfeld, das diese Spiele zu etwas Größerem machte.
ZAMBONI!!!!! Ok... war ich das einzige Kind, das es liebte, dem Zamboni dabei zuzusehen, wie er das Eis wieder auftauchte? Ich kann doch nicht der Einzige sein, oder?!
Kein besserer Ort
Trotz des verregneten Starts, oder vielleicht gerade deswegen, hatte das Wochenende Persönlichkeit. Es brachte Menschen zusammen, schuf eine einzigartige Atmosphäre und zeigte, wie sich Hockey zu etwas schnellerem, intensiverem und integrativerem entwickeln kann. Ultimate-Hockey ist unglaublich unterhaltsam, die Tour hat einen starken Start hingelegt - und es gibt keinen besseren Ort dafür als Innsbruck.
Alle Fotos: © Laura Wunsch
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2007 schließt Laura ihr Studium an einer amerikanischen Universität ab und bewirbt sich danach im Rahmen des Fulbright Programms als Englisch-Lehrerin in Deutschland oder Österreich. Die weiseste Entscheidung in diesem Zusammenhang: Österreich! Und der Rest ist, wie man sagt, Geschichte.
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