17. Juli 2025
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Originalsprache des Artikels: Deutsch
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An Inntalradweg von Imst nach Innsbruck

Ein Tagesausflug voller Natur, Kultur und Genuss

Wenn man so viel in und um Innsbruck unterwegs ist wie ich, entdeckt man immer wieder neue Facetten unserer Region – manchmal direkt vor der Haustüre. Eine dieser Entdeckungen war für mich die Fahrt am Inntalradweg vom Tiroler Oberland zurück nach Innsbruck. Eine Route, die nicht nur landschaftlich einiges bietet, sondern auch kulturell richtig spannend ist – und dabei ganz entspannt zu fahren. "Zurück" sage ich deshalb, weil Innsbruck für mich der Startpunkt war. Ich empfehle für den Hinweg den Zug ab Innsbruck. Dann fährt man bequem mit dem Rad von Imst wieder retour, entlang am Inn, wunderschöner Landschaft und tollen Eindrücken, an die man sich gerne erinnern wird. 

Start in Imst – mit Zuganreise ganz unkompliziert

Wie so oft beginne ich meine Radtour bequem mit der Bahn. Vom Innsbrucker Hauptbahnhof geht’s mit dem Zug nach Imst-Pitztal. Die Verbindung ist schnell, unkompliziert und das Rad reist stressfrei mit. Der eigentliche Radweg startet direkt am Bahnhof – perfekt, um direkt in den Sattel zu steigen.

Spektakulärer Auftakt: Die Schlucht zwischen Imst und Roppen

Gleich zu Beginn wartet ein echtes Highlight. Zwischen Imst und Roppen führt der Inntalradweg durch eine enge, wilde Schlucht. Die Felswände rücken nah zusammen, der Weg schlängelt sich mitten hindurch. Der Inn rauscht tief unten, und man fühlt sich fast ein bisschen wie auf einer Abenteuerreise – aber ganz ohne Anstrengung. Hier zeigt sich Tirol von seiner dramatisch-schönen Seite.

Über den Inn und hinein in die Vielfalt des Oberlands

Nach Roppen quert man den Inn – eine der vielen schönen Brückenüberquerungen auf dieser Strecke – und fährt weiter ostwärts durch einen wunderschönen Weg durch dichten Wald. Immer wieder hat man den Inn im Blick. Die Route ist durchgehend gut beschildert, flach bis leicht abfallend, was sie auch für gemütliche Tourenfahrer:innen ideal macht. Insgesamt misst die Strecke rund 60 Kilometer bis Innsbruck – perfekt für einen Tagesausflug.

Kleine Abstecher, große Eindrücke

Immer wieder lohnt es sich, kurz vom Weg abzuweichen. Der Locherboden bei Mötz etwa thront hoch über dem Inntal und bietet einen tollen Blick auf die Umgebung. Nicht weit entfernt liegt der Stamser Wasserfall – versteckt, aber wunderschön. Man erreicht beides über eine abenteuerliche Hängebrücke über den Inn. Dazu habe ich bereits einen Blog geschrieben. Man kann direkt über einen schönen Pfad vom Wasserfall bis zum Wallfahrtsort kurzweilig wandern.

Die Burg St. Petersberg und das prächtige Stift Stams sind zwei echte Juwele am Wegesrand. Allein wegen dieser Kulturdenkmäler lohnt sich die Tour schon. Ein Abstecher ist auf alle Fälle empfehlenswert. Die Beiden Bauten liegen quasi direkt neben dem Radweg. Über beide habe ich bereits Artikel geschrieben. Schaut dort für mehr Informationen nach. Die Links sind hinter den Namen hinterlegt.

Pause in Telfs – Kaffee, Menschen und Leben

Nach etwa der Hälfte der Strecke erreiche ich Telfs – ein idealer Ort für eine kleine Rast. In der Fußgängerzone der drittgrößten Gemeinde Tirols. herrscht reges Treiben, es gibt einige nette Cafés. Ich gönne mir einen Espresso in der Bar Mile Grazie. Eine kleine, aber feine Terasse, zum Ausruhen. Was hier besonders ist? Die Bar war früher eine Kirche. Einfach auch mal hineinschauen! Für mich ist das einer der schönsten Aspekte solcher Radtouren: man ist nicht nur in der Natur unterwegs, sondern spürt auch das Alltagsleben der Orte, die man durchquert.

In Telfs ist die Fasnacht omnipräsent. Plätze, Statuen, Brunnen - alles hat mit dem berühmten Telfer Schleicherlaufen zu tun. Ein Unesco Weltkulturerbe. Und nicht zu vergessen: die majestätische Hohe Munde, den Hausberg der Telfer.

Naturmomente zwischen Inzing und Hatting

Hinter Telfs wird es noch einmal besonders reizvoll. Bei Inzing fahre ich durch die Gaisau, ein naturnahes Schutzgebiet mit Wiesen, Feuchtflächen und uralten Bäumen. Kurz darauf erreiche ich einen meiner Lieblingsorte des Tages: Eine Sandbank direkt am Inn bei Hatting, auf der ich eine ausgedehnte Pause einlege. Die Füße im Wasser, der Blick aufs gegenüberliegende Ufer, über mir kreisen ein paar Vögel. Ein echter Kraftplatz.

Und wer weiter hinten bei Völs oder Kranebitten noch nicht genug hat, kann bei einer weiteren Sandbank direkt beim Flughafen kurz stoppen – ideal, um startende und landende Flugzeuge zu beobachten. Ein kurioser, aber faszinierender Kontrast zur ruhigen Flusslandschaft.

Ankunft in Innsbruck – erfüllt, aber nicht erschöpft

Nach rund fünf bis sechs Stunden reiner Fahrzeit – je nach Pausenlaune – rolle ich schließlich wieder in Innsbruck ein. Die Tour ist angenehm zu fahren, bietet kaum Steigungen und verläuft fast ausschließlich auf Radwegen oder ruhigen Nebenstraßen. Genau das Richtige für alle, die Natur, Kultur und Bewegung in einem verbinden wollen.

Fazit:

Der Inntalradweg zwischen Imst und Innsbruck ist mehr als nur eine Verbindung von A nach B. Es ist eine Reise durch tiefe Schluchten, vorbei an geschichtsträchtigen Orten und durch lebendige Dörfer. Und das alles auf einer Strecke, die auch für weniger trainierte Radler:innen gut machbar ist. Für mich war es ein rundum gelungener Tag – und sicher nicht das letzte Mal, dass ich diese Route geradelt bin.

Zum Schluss noch mein Video zum Inntalradweg.

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