Die Umbrüggler und Arzler Alm sind beliebte Wanderziele, gut zu erreichen von der Hungerburg aus, wie ihr zum Beispiel in diesem Blogartikel nachlesen könnt. Die Almen selbst sind sehr bekannt, der Verbindungsweg zwischen den beiden gilt allerdings als Geheimtipp. Diese wunderschöne Wanderung stelle ich euch heute vor. Eines vorab: Der teilweise schmale Waldsteig erfordert an manchen Stellen etwas Trittsicherheit und ist daher für die kleineren Wandergäste nur mit Wanderkraxe (=Rückentrage zum Wandern mit Kleinkindern) zu empfehlen. 

erster Zwischenstopp Arzler Alm

Der Aufstieg zur Arzler Alm von der Hungerburg dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Von hier führt ein sehr abwechslungsreicher und schöner Verbindungsweg mit gesamt etwa 100 Metern Höhendifferenz zur westlich gelegenen Umbrüggler Alm.

Die Gehzeit der Wanderung beträgt  gesamt ca 40 Minuten.

Im Sommer immer ein besonderes Highlight auf der Arzler Alm sind die Tiere. Die Hasen, von meinen Kindern auch aufgrund ihrer echt erstaunlich großen Ohren  die "Riesenlöffler" genannt, lassen sich gern mit frischen Kräutern über den Zaun füttern.  Direkt gegenüber können wir den Enten beim Baden zusehen. Gleich daneben bestaunen wir die süßen Schweine des Reithmanngymnasiums., die hier ihre Sommerfrische verbringen. Gerade chillen sie im Schatten ihres Häuschens in ihrem großzügigen eingezäunten Bereich. Seit einigen Wochen laufen immer wieder Hennen und stolze Gockel frei ihre Runden, wobei der oder die  eine oder andere bestimmt gerade wieder mal ausgebüchst ist. 

Auf der Arzler Alm stärken wir uns mit einem Kinderschnitzel. Der obligatorische Karottenkuchen mit Kokossahne (oder Schlagobers, wie wir in Österreich sagen) ist unser absoluter Kuchenfavourite. Zum Glück gibt es ihn fast immer, und so darf er auch heute nicht fehlen. Auch der Kaffee, der uns vom sehr freundlichem Personal blitzschnell serviert wird, schmeckt wie immer köstlich

start der Wanderung zur umbrüggler alm richtung westen

Gestärkt und motiviert starten wir von der Arzler Alm Richtung Westen auf einem schmalen Weg, der uns zuerst über die Almwiesen und dann gleich in den angenehm schattigen Wald führt.

Nun gehen wir großteils eben über einen anfangs breiteren Wurzelweg  durch den märchenhaften, kühlen Wald.

Etwa  zehn Minuten später erreichen wir eine Waldlichtung mit wunderbarem Ausblick nach Süden Richtung Bergisel Schanze und  auf die Serles.

Nach weiteren zehn Minuten Gehzeit queren wir den Seilbahnsteig  der Nordkettenbahnen auf die Seegrube. Fasziniert blicken  wir nach oben und bestaunen diese tolle Perspektive und auch die BergsteigerInnen die hier trotz der starken Steigung mit schnellen Schritten  zielstrebig und nach oben fokussiert an uns vorbei gehen. 

Wir setzen unsere Wanderung fort und folgen dem Wegweiser Richtung [/notrans] Umbrüggler Alm. [/notrans]

Etwa fünf Minuten später erreichen wir eine weitere Lichtung mit einer Abzweigungsmöglichkeit. Hier nehmen wir den kleinen Steig,  der scharf nach rechts oben abbiegt.

titschenbrunnen - ein juwel der nordkette

Nun kommt ein kleiner Anstieg. Gespannt folgen wir dem wurzeligen Steig für circa fünf Minuten und halten uns bei der nächsten Abzweigemöglichkeit rechts.

Hier entdecken wir rechter Hand einen besonderen Schatz der Nordkette, wo die Trinkwasserbrunnen eher rar sind: den Titschenbrunnen Hier können wir uns erfrischen und unsere Wasserflaschen auffüllen.

vielfältige Flora auf Wanderweg

Die Flora ist geprägt von Fichten und Tannen, aus denen der schattige Bergwald großteils besteht. Vereinzelt finden wir auch Buchen.

Im Sommer finden wir hier eine reiche Bergflora mit Alpenblumen wie Enzian, Almrausch und der Alpen-Akelei. Sie blüht violett-blau und bevorzugt schattige feuchte Waldabschnitte.

 

Weiter geht's durch sehr üppige Vegetation, über Wurzeln auf einem nun schmalen Steig, der etwas Trittsicherheit erfordert. Dabei genießen wir den Duft, die frische Waldluft und die Stimmen des Waldes. Wer aufmerksam und leise ist, kann eventuell das eine oder andere Reh beobachten.

Nach weiteren fünf Minuten Wegstrecke queren wir ein Mini-Bächlein und bestaunen diesen märchenhaft schönen Wegabschnitt, bevor wir über einen kleinen Steig den Hauptweg, der zur Umbrüggler Alm führt, queren. Wir kehren auf der Umbrüggler Alm ein und genießen neben dem traumhaften Ausblick eine Köstlichkeit aus der bekannt guten Almküche

Ziel erreicht: Umbrüggler Alm

tipp umgekehrt: Wanderstart an der Umbrüggler alm

Auch die andere Richtung, von der Umbrüggler zur Arzler Alm ist sehr lohnend, zumal man zu Beginn ein bisschen mehr Anstieg hat und es dann gemütlich zur Arzler Alm geht.

Alm mit moderner Architektur

Mich fasziniert die gelungene Architektur der Umbrüggler Alm. Sie wurde in zeitgemäßer alpiner Holzbauweise umgesetzt. Der Baukörper schmiegt sich,  wie hier am Foto schon zu erahnen,  sehr gut in seine Umgebung ein. Wer mehr sehen will, sollte auf jeden Fall selbst hinauf zur Alm kommen. Es lohnt sich, versprochen.

Auch hier gönnen wir uns noch eine Stärkung: den Tageskuchen mit Limette und Basilikum. Der Hüttenbetreiber und passionierte Koch der Umbrüggler Alm freut sich sichtlich, dass seine neueste Kreation bei seinen Gästen gut ankommt. Unser Fazit: Auch die Umbrüggler Alm ist jedenfalls eine Einkehr wert. 

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