Innsbruck Region

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Jakobsweg

Mehrere Etappen des beliebten Pilgerweges führen durch Innsbruck und seine Umgebung. Herrliches Panorama, einsame Wege und Wallfahrtskirchen warten unterwegs. Wir haben die Etappen in der Region Innsbruck für Sie zusammengefasst.

Pilgern auf dem Jakobsweg

Der Jakobsweg: für viele ein Lebenstraum. Ganz oben auf der Liste steht natürlich die berühmte Strecke über die Pyrenäen. Doch nicht jeder kann einfach so zwei Monate dorthin. Andere starten ihre Pilgerreise in Nord- oder Zentraleuropa vor der eigenen Haustür. Und wiederum andere trainieren noch für die große Wanderung nach Santiago de Compostela. Ihnen allen legen wir unsere Abschnitte des Jakobsweges ans Herz. 

Innsbruck und Santiago sind eng verbunden: Der barocke Innsbrucker Dom mit dem Marienbild von Lucas Cranach dem Älteren ist dem Heiligen Jakob geweiht. Hier bietet während der Sommermonate eine Herberge den Pilgern Unterkunft. Die Jakobsgemeinschaft der Dompfarre kümmert sich um die Bedürfnisse und Anliegen der Pilgergemeinschaft und ausgebildete Pilgerwegsbegleiter bitten zu speziellen Wanderungen.

Tiroler Jakobsweg durch Innsbruck

900 M 900 M
81.4 KM 81.4 KM
leicht leicht
Drei Abschnitte der Hauptroute des Jakobswegs verlaufen durch die Ferienregion Innsbruck. Von Terfens nach Innsbruck: In 6 Stunden 15 Minuten sind die 24,2 Kilometer dieses Abschnittes zu schaffen. Von der mittelalterlichen Stadt Hall über Absam und Thaur führt der Jakobsweg durch die Marktgemeinde Rum und weiter nach Innsbruck. Dort angelangt kommt man zum Dom St.Jakob.  Von Innsbruck bis Pfaffenhofen: Der Abschnitt ist 32,8 Kilometer lang und in einer Zeit von 8 Stunden und 30 Minuten zu schaffen. Innsbruck am Südufer des Inn entlang westwärts verlassen. Beim Flughafen Innsbruck - Kranebitten vorbei. Den Fluss queren und am Südhang des Inntales entlang. Der Etappenort Pfaffenhofen ist sehr übersichtlich. Es empfiehlt sich einen Blick nach Telfs zu werfen, welches direkt auf der anderen Seite des Inn liegt.  Von Pfaffenhofen bis Roppen: Diese Etappe hat eine Länge von 24,4 Kilometern. Der Zeitbedarf liegt bei 6 Stunden und 15 Minuten. Die Ortschaft Pfaffenhofen erneut Richtung Westen verlassen und Rietz durchqueren. Im folgenden Ort Stams erwartet das beeindruckende Stift Stams die Wanderer. Sie überqueren bei Haiming den Inn und wandern am Nordufer bis zum nächsten Etappenziel Roppen. 

Jakobsweg: Ellbögen- Igls/Vill

508 M 508 M
17.2 KM 17.2 KM
leicht leicht
Vom Brenner kommend empfängt ein Panorama die frommen Jakobspilgersleute ab Ellbögen, das selbst für Tiroler Verhältnisse überwältigend ist. Die Nordkette erscheint wie eine Wand. Ganz so, als ob die Bergkette das im Tal liegende Innsbruck mit seinem Dom zu St. Jakob beschützen wollte. Der Tiroler Jakobsweg verläuft zwischen Ellbögen und Innsbruck teils auf der Trasse der alten Römerstraße. In Patsch sind bei der Volksschule sogar noch römische Wagenspuren ersichtlich, die sich tief in die Straße eingegraben hatten. Über Igls und Vill erreichen die strebsamen Pilgersleute dann jene Geländekante, unter der sich die Stadt Innsbruck präsentiert. Und wie! Es gib kaum vergleichbare Ausblicke auf eine Landeshauptstadt wie jenen vom Jakobsweg aus. Der Abstieg wird zum reinen Vergnügen und führt über das Zisterzienserstift in Wilten schussendlich zum Jakobsdom im Zentrum von Innsbruck. Wer die Fresken im Dom genauer betrachtet wird den Heiligen Jakob in verschiedenen Darstellungen erkennen. Zum Beispiel in Form einer silbernen Büste.  Eine Beschreibung der Etappe findet sich hier

Jakobsweg „Tirol-Allgäu“ von Stams bis Obsteig

542 M 542 M
15 KM 15 KM
mittel mittel
Eine Variante des Jakobsweges führt seit einigen Jahren von Stams auf dem Weg nach Oberstaufen über drei Alpenpässe: den Fernpass, den Gaicht- und den Jochpass. Als erstes ist jedoch ein sogenannter ‚Sattel‘ das Ziel eilender Pilgersleute: der Holzleitensattel am Mieminger Sonnenplateau.   Der Aufstieg auf das Plateau führt zuerst durch eine sehenswerte Klamm, nämlich die Mötzer Klamm. Immer im Auge der Pilgersleute ist die gleichnamige Burg Klamm am Ausgang dieser wildromantischen Mini-Schlucht. Von hier aus - die Burg befindet sich im Privatbesitz - liegt das Mittlere Oberinntal den Wanderern quasi zu Füßen. Weiter führt der Weg nach Obsteig und von dort zum legendären ‚Arzkasten‘, der seinen Namen der einstigen Bergbautätigkeit in diesem Gebiet verdankt. Sanft steigt man nun zum Holzleitensattel an, der den Übergang vom Mieminger Sonnenplateau ins Gurgltal darstellt. Nach dem Abstieg ins Gurgltal beginnt dann der Aufstieg zum Fernpass. Das an landschaftlichen Schönheiten reich gesegnete Sonnenplateau ist besonders im Herbst Ziel vieler Wanderer und Pilgersleute. Dann nämlich, wenn sich die Lärchenwälder auf dem Plateau ihr goldenes Kleid überstreifen. Ein einzigartiges Naturschauspiel, das jährlich Wanderer, Naturliebhaber und auch Pilger auf das Sonnenplateau führt.

Jakobsweg „Isar-Loisach-Leutascher Ache-Inn“

768 M 768 M
25.5 KM 25.5 KM
mittel mittel
Die Strecke zwischen Mittenwald und Telfs, der „Isar-Loisach-Leutascher Ache-Inn“-Jakobsweg gehört zu den absoluten Glanzlichtern auf den Tiroler Jakobswegen. Zwei Etappen sind für die Strecke empfehlenswert: die erste von Mittenwald bis Leutasch, die zweite dann von Leutasch über Telfs nach Stams. Schon zu Beginn ein dramatischer Höhepunkt. Die Pilgersleute durchqueren die wildromantische Leutaschklamm in Mittenwald. Dann führt die Etappe entlang der smaragdschimmernden Leutascher Ache nach Leutasch. Dabei schiebt sich ein Berg immer mehr in den Blickwinkel des hurtigen Pilgers/der friedvollen Pilgerin: die Hohe Munde. Nach Leutasch beginnt ein erster Abstieg durch duftende Lärchenwälder. Es geht vorbei an uralten, bemalten Bauernhöfen in Richtung Telfs. Entweder über die Friedensglocke in Mösern oder aber über den sogenannten ‚Brand‘ bei Telfs, einem einschichtigen Bauerngehöft. Über Birkenberg mit seiner zarten Barockkirche gelangt man zuerst zur uralten St. Georgskirche und erreicht dann das Ortszentrum von Telfs. Der Jakobsweg führt dann weiter aufs ‚Mieminger Plateau‘, auch Sonnenplateau genannt. Die steil aufragenden Berge der Mieminger Kette bilden gemeinsam mit der Hohen Munde ein Panorama, das an Schönheit und Dramatik kaum zu übertreffen ist. Der Weg führt nun zur Wallfahrtskirche Maria Locherboden. Sie steht auf einem uralten keltischen Kultplatz mit einer grandiosen Aussicht auf das Obere Inntal. Nach dem Abstieg nach Mötz und der Überquerung des Inn erreichen die Pilgersleute Stams mit seinem Zisterzienserstift und der einstigen Wallfahrtskirche zum Heiligen Johannes dem Täufer. Etappenbeschreibung
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