© Julia Schedl
Die Stadt die wir lieben aus einer anderen Perspektive betrachten. Ein bisschen mitgestalten. Und mit neuem Blick genießen. Das uns mehr ermöglichen die Architekturtage Innsbruck. Unter dem Motto "Was uns verbindet" verwandelte das bilding, die Kunst- Architekturschule Innsbrucks die Endstation der Straßenbahnlinie 1 in einen Ort zum Staunen und Verweilen. Eingebettet zwischen gradiosen Bauwerken wir Stift Wilten und der Bergisel Schanze werden Kinder und erwachsene Teilnehmer für ein Weilchen zu Mitgestaltern der Stadt.
Zum Einsatz kamen Hängematten, die zwischen Bäumen und Masten gespannt wurden. Kaum waren die Hängematten da, kamen auch schon die ersten Freiwilligen zum "Abhängen". Mein Favorit war die Hängematte mit mit Blick auf den Bergisel. Sofort bekam der ganze Platz eine gechillte einladende Atmosphäre. Diese Aussicht gibt's nur in Innsbruck.
Relajarse y pasar el rato frente al Stift Wilten. Las hamacas convierten este lugar, que de otro modo estaría sin usar, en una zona de descanso muy agradable. © Julia Schedl
Teamwork: Kinder bauen mit
Parallel dazu wurde auf der benachbarten begrünten Insel fleißig gebaut: es sollte eine Kugelbahn entstehen. Mit Begeisterung wurden Kanthölzer für die Trägerelemente verschraubt und Kunststoffbahnen mittels Kabelbindern fixiert. Viele helfende Hände, sowie jüngere und ältere kreative Köpfe brachten ihre Ideen ein, die sogleich im Teamwork umgesetzt wurden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. So schon der Start, wo ein Seilzug über ein Rad gespannt wurde und so ein cooler Lift für die Golfbälle entstand. Unterwegs schlugen die Bälle auf in die Konstruktion integrierte Trommelfelle und machten somit auch Musik. Für mich machte es den Eindruck, als hätten alle großen Spaß beim Testen und Verbessern der Konstruktion.
Straßenbahn Haltestelle in neuem Gewand
Wer mehr Lust auf Malen, Kleben und Sprühen hatte, konnte sich bei der Gestaltung der überdachten Haltestelle einbringen. Auf der ansonsten kargen nüchternen Station entstand ein sehenswerter Raum voll positiver Vibes. So wurde man gleich von einem frechen gelben Kuschelmonster begrüßt, welcher sein Dasein zuvor als 0815 Abfalleimer fristete. Der schwarze Asphalt erstrahlte plötzlich mittels witziger Sprühtiere als bunter Teppich. Die Sitzgelegenheit verwandelte sich in eine Bank mit Dschungelfeeling, welches sich durch die herabhängenden Papierstreifenbotschaften und ein fröhlich gestaltetes Rollo noch verstärkte.
En obras La parada se está transformando con pinturas, láminas adhesivas, botes de spray, telas, hilos, etc. © Julia Schedl
So verbrachten jung und älter eine sichtlich gute Zeit miteinander und durch das gemeinsame Tun ergaben sich schöne zwischenmenschliche Begegnungen.
Spannend jedenfalls und mich interessiert wie dieser Ort in Zukunft durch diese Installationen und Inspirationen wohl für weitere verbindende Momente sorgen wird.
Es war ein wunderbarer Nachmittag und ein schönes Erlebnis für alle Beteiligten. Durch die positiven Eindrücke Rückmeldungen sehe ich hier jedenfalls großes Potential für weitere Projekte dieser Art.
Un cubo de basura en la parada se convierte en un monstruo amarillo devorador de basura. © Julia Schedl
Tipp: Fahrt mit der Waldbahn
Die Haltestelle ist übrigens auch Zustiegsstelle für die so genannte Waldbahn, die Straßenbahnlinie 6. Sie schlängelt sich idyllisch durch grüne Wälder hinauf. Vorbei an Schloss Ambras, dem Naherholungsgebiet Tantegert und dem Lanser See bis nach Igls am Patscherkofel. Mehr dazu lest ihr in diesen Blogbeiträgen:
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