© Carina Profunser
Als Einheimische, die häufig in den Bergen und auf verschiedenen Tiroler Almen unterwegs ist, kann ich mit gutem Gewissen sagen: Der Almenweg 1600 ist eine der Wanderungen, die ich als Gast in Innsbruck definitiv machen würde. Das ist mein Eindruck vom Almenweg 1600 in den Bergen über Innsbrucks Dächer.
Tiroler Gastfreundschaft, weite Blicke und traditionelle Schmankerl
Eines ist mir ganz besonders aufgefallen: Alle der fünf Almen am Almenweg 1600 haben diese Sachen gemeinsam: Hausgemachte Kuchen, traditionelle Tiroler Schmankerl, kühle Erfrischungen an warmen Tagen oder wärmende Suppen an kalten Tagen. Und das alles mit beeindruckendem Blick auf Innsbruck und die umliegende Bergwelt. Hat man einmal alle fünf Almen abgeklappert, erkennt man, dass ihre Besitzer:innen ein Herz für die Tiroler Bergwelt haben.
We zijn de route in Patsch begonnen en zijn met de Patscherkofelbahn naar boven gegaan. Van daaruit gingen we meteen naar de eerste alm, de Patscher Alm. © Carina Profunser
Vanaf de Patscher Alm heb je uitzicht op de indrukwekkende Serles, een van de meest opvallende bergen in de omgeving van Innsbruck. © Carina Profunser
Die Route
Auf rund acht Kilometern verbindet der Weg gleich fünf urige Almen: Patscher Alm, Lanser Alm, Sistranser Alm, Aldranser Alm und Rinner Alm. Bei den Einkehrmöglichkeiten lässt sich die Wanderung immer wieder für eine kulinarische Pause unterbrechen. Eine perfekte Kombination aus sportlichem Erlebnis mit kulinarischer Begleitung.
Der Almenweg 1600 kann entweder an der Patscherkofelbahn oder im Dorf Rinn gestartet werden, jeweils bietet sich an, den Bus direkt von Innsbruck zu nehmen. Wer die Wanderung etwas gemütlicher angehen möchte, dem empfehle ich, die Patscherkofelbahn zu nutzen und dort in den Almenweg einzusteigen. Von oben geht es überwiegend bergab und man spart sich dadurch 1.100 Höhenmeter bergauf. Wer von Rinn zur Patscherkofelbahn wandert muss die Höhenmeter aus eigener Kraft bewältigen. Die Wegstrecke in beide Richtungen ist circa nenn Kilometer lang.
Je nach Hütte und Wetterlage sind die Almen von etwa Mai bis Oktober geöffnet, für Tiroler Verhältnisse eine erfreulich lange Sommersaison (Öffnungszeiten siehe jeweilige Alm). Bestens geeignet für alle, die auch vor oder nach der Sommersaison noch ein paar Tage in Innsbruck verbringen.
Eine genaue Routenführung von Rinn bis zur Patscherkofelbahn über 1.100 Höhenmeter und elf Kilometer findest du hier. Wer es gemütlicher angehen will, soll die geplante Route einfach umkehren (Start Patscherkofelbahn, Ende Rinn) und dann mit dem Bus von Rinn wieder zur Patscherkofelbahn fahren. Mit dem VVT Routenplaner findet man die passende Busverbindung.
Alle 5 de almen van de Almenweg1600 in één oogopslag: Patscher Alm, Aldranser Alm, Sistranser Alm, Lanser Alm, Rinner Alm © Carina Profunser
Besondere Tiroler Almen
Wer den langen Weg zwischen Rinn und Patscherkofelbahn auf sich nimmt muss unbedingt bei mindestens einer der Almen einkehren. Jede der fünf Almen hat ihre Besonderheiten.
Rinner Alm: Kuchen! Das Stichwort für alle, die einer süßen Versuchung nicht widerstehen können. Die Besitzerin Claudia ist zugleich Bäckerin der feinen Kuchen und Torten. Je nach Saison kommen unterschiedliche Süßspeisen auf das Menü. Tipp: Eine traditionell-österreichische Torte gibt es das ganze Jahr: Sachertorte.
Aldranser Alm: Ein früher Aufstieg lohnt sich auf die Aldranser Alm. Nicht nur, weil das Frühstück am Berg dort oben besonders gut schmeckt, auch weil der Ausblick währenddessen über Innsbruck und die dahinterliegende Nordkette einfach unschlagbar ist. Besonders cool finde ich, dass Johanna ihren eigenen kleinen Garten auf 1.511 Meter Höhe angebaut hat. Frische Kräuter und Gemüse (Kürbis im Herbst) gibt es also direkt vom eigenen Garten. Tipp: Frischer Kaiserschmarrn mit viel Staubzucker!
Sistranser Alm: Fisch auf 1.613 Metern? Ja, die Stistranser Alm ist bekannt für den Fisch, der direkt auf der Alm aus dem Wasser genommen wird. Aber nicht nur Fische schwimmen im Wasser! Tipp: Für ein gratis Glas Spritzer oder Bier musst du einmal mit dem ganzen Körper im hauseigenen Brunnen gewesen sein. Im Sommer eine herrliche Abkühlung!
Lanser Alm: Dank überdachter Sitzmöglichkeiten im Freien kann man nepalesische Momo nach dem Aufstieg zur Lanser Alm problemlos genießen - auch bei Regen! Tipp: Verbringt keine feuchten Sommer- oder Herbsttage drinnen. Packt die Jacke ein und besucht die ausgezeichnete nepalesische Küche auf der Lanser Alm auch an Regentagen.
Patscher Alm: Die zweithöchstgelegene der fünf Almen ist die Patscher Alm. Ist man oben angekommen, blickt man vom Wipptal in das Stubaital über Innsbruck bis in das Ober- und Unterland. Man könnte meinen, man sieht ganz Tirol von oben. Tipp: Auch an frischeren Tagen mit viel Wind gibt es auf der Patscher Alm einen geschützten, fast windstillen Platz im Freien.
Een tip voor elke alm langs de Almenweg1600 op de Patscherkofel bij Innsbruck. © Carina Profunser
© Dario Morandotti
Der Almsommer in einem Video verpackt
Wie sieht eigentlich ein Sommer auf der Alm aus? Die Sistranser Alm zeigt ein paar Einblicke vom Almleben und Ausblicke über Innsbrucks Berge, leckere Schmankerl und fröhliche Gesichter.
„Es fühlt sich an, als würde man ganz Tirol von oben sehen.“
Während der Wanderung schweift der Blick immer wieder über das weitläufige Inntal, und an klaren Tagen scheint es fast, als könnte man von Kufstein bis zum Arlberg blicken. Immer wieder lädt die Landschaft dazu ein, kurz stehen zu bleiben, auf einer Bank Platz zu nehmen und den Blick über Innsbruck und die umliegende Bergwelt schweifen zu lassen.
Besonders beeindruckend ist, dass sich entlang des gesamten Almenweg 1600 immer wieder neue Perspektiven eröffnen. Zwar sind es auf den ersten Blick dieselben gegenüberliegenden Berge, die den Horizont prägen, und doch wirkt die Landschaft mit jedem Abschnitt ein wenig anders. Je weiter man geht, desto mehr entsteht das Gefühl, dass sich diese Bergwelt endlos vor einem ausbreitet.
Het uitzicht vanaf de berg op het dal. Weelderig groene bomen die in de herfst kleurrijk worden, en de Inn, die zich een weg baant door het Inndal. © Carina Profunser
Kulinarische, traditionelle Lekerbissen und die internationale Küche
Ganz ehrlich: Würde man bei jeder Alm stehen bleiben und sich einmal quer durch die Speisekarte probieren, wäre selbst ein ganzer Tag nicht genug Zeit. Denn die fünf Almen sind nicht nur ein wunderbarer Ort zum Wandern und Genießen, sie sind auch eine der besten Adressen, wenn man die traditionelle Tiroler Küche kennenlernen möchte.
Und genau das macht die Einkehr auf einer Alm für mich so besonders. Viele ausgezeichnete Tiroler Gerichte findet man nämlich nicht unbedingt im Tal, sondern dort, wo sie seit Generationen ihren Platz haben: oben am Berg. Zwischen Holzstuben, Weideflächen und Gipfelpanorama schmecken Kaspressknödel, Gröstl, Knödel mit Sauerkraut oder eine herzhafte Hauswurst einfach noch ein bisschen besser.
Dem Trubel entfliehen
Die Almen sind dabei längst nicht mehr nur ein Arbeitsplatz für jene, die ihr ganzes Leben in der Landwirtschaft verbringen. Immer wieder zieht es auch Einheimische, die ursprünglich ganz andere Berufe gelernt haben, für einen Sommer oder eine Saison hinauf auf den Berg. Für manche ist es die bewusste Entscheidung, dem schnellen Alltag im Tal für einige Monate den Rücken zu kehren. Auch immer mehr junge Menschen und internationale Saisonarbeiter:innen kommen nach Tirol, um einen Sommer auf einer Alm zu verbringen. Sie bringen neue Erfahrungen und Einflüsse mit und lernen im Gegenzug die Tiroler Lebensweise und natürlich auch die heimische Küche kennen.
Tiroler Klassiker und kulinarische Überraschungen
So findet man auf den Speisekarten neben den klassischen Tiroler Gerichten manchmal auch überraschende internationale Kreationen. Und genau diese Mischung macht die Küche auf den Almen so spannend: Tradition wird bewahrt, gleichzeitig entstehen immer wieder neue Ideen.
Mein persönliches Highlight sind trotzdem die süßen, traditionellen Versuchungen. Frische, hausgemachte Kuchen und Torten gehören für mich einfach zu einer richtigen Almeinkehr dazu. Besonders liebe ich einen warmen Apfelstrudel mit Schlagobers, aber auch Torten mit Beeren und heimischen Früchten oder saftige Cremetorten lassen viele Herzen höherschlagen.
Tipp: Bevor die erste süße Versuchung bestellt wird, unbedingt einen Blick auf die gesamte Speisekarte werfen.
Nepalese momo’s op een Tiroolse alm? Ja, en hoe! Op de Lanser Alm kun je niet alleen genieten van traditionele gerechten, maar ook van voortreffelijke Nepalese gerechten. © Carina Profunser
Letzter Stop: Das Patscherkofelhaus
Auf der Strecke zwischen dem Patscherkofelhaus und Rinn, egal, ob man sie bergauf oder bergab wandert, warten zahlreiche schöne Plätze, besondere Ausblicke und Möglichkeiten für eine gemütliche Einkehr. Einen Spot möchte ich dabei aber ganz besonders hervorheben: die Bergstation der Patscherkofelbahn.
Gerade nach einer längeren Wanderung gibt es kaum einen schöneren Abschluss, als sich hier noch einen letzten Drink zu gönnen, die Beine hochzulegen und den Blick ein letztes Mal weit über das Inntal und Innsbruck schweifen zu lassen. Es ist dieser Moment, in dem man die Wanderung noch einmal Revue passieren lässt, bevor es wieder zurück ins Tal geht.
Natürlich darf dabei auch ein Erinnerungsfoto nicht fehlen. Tipp: Stellt euch an die Reling und richtet den Blick nach Norden. Von dort eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama über Innsbruck und die gegenüberliegende Bergwelt. Am besten einfach kurz stehen bleiben, tief durchatmen und den Moment genießen, denn dieser Ausblick wird, egal wie oft man ihn sieht, einfach nie langweilig.
De Patscherkofelbahn werd al in 1928 aangelegd en in 2017 opnieuw gebouwd. De kabelbaan is niet alleen populair bij veel toeristen, maar ook de lokale bevolking komt er samen om van hun vrije tijd te genieten. © Carina Profunser
Die Almen des Almenweg 1600 am Patscherkofel
Die Öffnungszeiten (Sommer und Winter) der jeweiligen Alm sind auf den Websites ersichtlich.
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Sportfanaat, professionele kwarkstrudeltester en 100% gemaakt in Oostenrijk. Als een „echte Tiroler“ wil ze haar persoonlijke hoogtepunten en inzichten van en rond Innsbruck delen.
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