Gemeinsam die Region(en) weiterentwickeln
Mit der neu geschaffenen und besetzten Stelle der City-Regionalleitung ist das Team der Regionalleiter:innen rund um Bereichsleiterin Claudia Waldbrunner im vergangenen Tourismusjahr gewachsen. Zusammen mit ihren Kolleg:innen waren sie stark im Strategieentwicklungsprozess eingebunden und haben bereits wichtige Projekte im Zuge der Regionalentwicklung umgesetzt. Zwei neue Lastenräder als mobile Infopoints gehören seit 2024 zur „Flotte“ von Innsbruck Tourismus und unterstützen in der Gäste-Servicierung.
Gemeinsam in die Zukunft: Zukunftsbildworkshops
Im Rahmen des Strategieentwicklungsprozesses wurden im gesamten Verbandsgebiet von Innsbruck Tourismus sogenannte Zukunftsbildworkshops abgehalten. Bei diesen mehrstündigen Dialogformaten kamen alles in allem über 300 geladene Teilnehmer:innen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen, um sich über eine nachhaltige und ganzheitliche Weiterentwicklung der Region Innsbruck auszutauschen. Das Ziel war, möglichst viele Perspektiven, Meinungen und Ideen aus der Bevölkerung zu erhalten, weswegen Touristiker:innen und Branchenkenner:innen bei den Workshops ebenso zugegen waren wie Nicht-Touristiker:innen, Wirtschaftstreibende, Veranstalter:innen, Fachexpert:innen, Gemeindevertreter:innen und Privatpersonen. Zwischen Jänner und April 2024 wurden insgesamt zwölf Zukunftbildworkshops für die Teilregionen Süden, Mieminger Plateau & Inntal, Westen, Kühtai-Sellraintal und City abgehalten, wobei die jeweiligen Ergebnisse und Erkenntnisse das Fundament für die neue Strategie von Innsbruck Tourismus bilden.
Immer unterwegs: Lastenräder als flexible Infopoints
Regionalentwicklung: Highlights der Erlebnisregionen
Für das abgelaufene Tourismusjahr gibt es aus den Erlebnisregionen allerhand (Neues) zu berichten:
City: Urban Blooms
Urban Blooms – so nennt sich das Projekt, mit dem Innsbruck Tourismus zeigen möchte, wie nah man der Natur auch in der Stadt sein kann. Bei den „Innsbrucker Stadtblüten“ handelt es sich um bunte, in Teilen begrünte Holzmodule, die zum Verweilen einladen und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern sollen. Sie können flexibel auf- und zusammengestellt werden, um unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Dadurch bieten sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Erstmals installiert wurden die „Pop-up-Stadtmöbel“ im Juli dieses Jahres in der Kiebachgasse, im September übersiedelten sie auf den Bozner Platz. Zukünftig sollen sie an verschiedenen Orten und Plätzen in Innsbruck aufgestellt werden.
Westen: Bergbahnen Oberperfuss
Mit einem Spatenstich im Beisein der Bauherren, Repräsentant:innen aus der Politik, der heimischen Skirennläuferin Stephanie Venier sowie der Verantwortlichen von Innsbruck Tourismus wurde im Juni dieses Jahres der Baubeginn für die neue Kombibahn „Peter Anich III“ am Rangger Köpfl eingeläutet. Die Anlage der Firma Doppelmayr ersetzt den 53 Jahre alten Schlepplift und geht mit der Wintersaison 2024/25 in Betrieb. Einhergehend mit der neuen Bahn wird die bestehende Rodelbahn verlängert sowie eine Höhenloipe und Winterwanderwege errichtet. Bei der Modernisierung wurde auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit geachtet – nicht zuletzt, weil die Erschließung ohne nennenswerte Gebietserweiterung erfolgt.
Mieminger Plateau & Inntal: 1. Gaming-Festival
Als erstes seiner Art in Westösterreich fand am 21. und 22. September 2024 das Festival „Gamers Heaven“ im SportZentrum Telfs statt. Das Programm reichte von Brett- und Kartenspielen bis hin zu Cosplay und E-Sport-Turnieren. Aktive Gamer:innen und E-Sportler:innen aus der Region und den Nachbarländern sowie 2.000 Besucher:innen erlebten die zweitägige Premieren-Ausgabe. Innsbruck Tourismus als Mit-Initiator und größter Partner war mit Obmann Peter Paul Mölk, Regionalleiterin Anna Mareiler und Bereichsleiter Benjamin Türkis live dabei. Die Gaming-Branche mit ihrer starken und wachsenden Community ist für den Tourismusverband, der sich in diesem Jahr mit den Chancen, Potentialen und Risiken von Gaming und E-Sports beschäftigt hat, ein potentieller Zukunftsmarkt.
Südliches Mittelgebirge: Waldbahn
Im Sinne der Regionalentwicklung sowie der Bestrebungen im Bereich Nachhaltigkeit wurde rund um die Europäische Mobilitätswoche im September ein eigens gestaltetes Erlebnisprogramm organisiert und gemeinsam mit der Stadt Innsbruck beworben, mit dem Ziel die Straßenbahnlinie 6 als Ausflugs- und Freizeitbahn ins Schaufenster zu stellen. Das Angebot richtete sich erstmalig auch an Einheimische. Die gesamte Woche über fanden kostenlose geführte Wanderungen statt, die Bewegung mit Wissensimpulsen zu Naturschutz, Kultur sowie zu nachhaltiger Mobilität kombinierten. Die sogenannte „Waldbahn“ fährt seit diesem Sommer neu vom Claudiaplatz in Saggen durch das Stadtzentrum und bringt im Stundentakt Fahrgäste aus Innsbruck ins Naherholungsgebiet südliches Mittelgebirge. An den Haltestellen zwischen Bergisel und Bahnhof Igls warten neue große Infotafeln mit Tipps zu Routen und Aktivitäten.
Kühtai-Sellraintal: Naturinszenierung
Die intakte sowie ursprüngliche Natur der Region Kühtai-Sellraintal bildet die Basis für das Erleben echter Naturerlebnisse. Insbesondere die Natürlichkeit des hochalpinen Raums durch imposante Bergwelten, die von Wäldern, Seen und Bächen geschmückt sind, sind charakteristisch für die Region. Diese echten Naturerlebnisse werden durch den Ausbau und die Pflege des Wegenetzes sowie die sanfte Erschließung von Naturschauplätzen für Einheimische und Gäste zugänglich gemacht. Im vergangenen Tourismusjahr fand eine ganzheitliche sowie sanfte Sanierung der Wanderwege statt. Unter anderem wurden der Zirmsteig sowie die Wanderwege rund um die Wasserfälle in Lüsens instandgehalten. Außerdem wurde in den beiden Ortschaften Gries und St. Sigmund die Dorfrunde neu konzipiert und entsprechend markiert. Im Zuge dieser ganzheitlichen Sanierungsmaßnahmen wurden die Wanderbänke erneuert, neue Brunnen mit Trinkwasserqualität installiert sowie innovative drehbare Schwungliegen an ausgewählten Verweilplätzen aufgestellt.